TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesenÉvreux (Frankreich) – Wieder Bombendrohung gegen Passagierflugzeuge! Gleich neun Maschinen wurden umgeleitet und mussten notlanden. Eine Maschine der irischen Aer Lingus auf dem Weg von Dublin nach Rom musste am Donnerstag außerplanmäßig auf einem französischen Militärflugplatz landen. Eine Maschine aus Helsinki landete unter Eskorte von Kampfjets in Rom. Und ein Airbus A321 der polnischen Fluglinie Wizz Air auf dem Weg von Malpensa nach Warschau musste in Wien außerplanmäßig landen. In Bulgarien mussten drei Flugzeuge wegen Bombendrohungen runter. In Brüssel musste eine Maschine der polnischen Lot außerplanmäßig landen. Und es könnten noch mehr werden.Der Airbus A320-214 der Aer Lingus mit 151 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord war um 6.25 Uhr in Dublin (Irland) gestartet. Die Maschine wurde dann nach einer Bombendrohung zum Militärstützpunkt Évreux in der Normandie umgeleitet, so das Büro des französischen Premierministers Sébastien Lecornu. Auf dem Portal „Flightradar“ war nachzuverfolgen, wie der Airbus vom Kurs abwich.
Die Maschine aus Dublin wurde evakuiertFoto: Gonzalo Fuentes/REUTERSVon Kampfjets eskortiertFranzösische Eurofighter stiegen auf und begleiteten das Passagierflugzeug. „Unser Einsatzteam startete, um das Flugzeug nach einer mutmaßlichen Bombendrohung abzufangen“, teilte die französische Luftwaffe der Nachrichtenagentur AFP mit. An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung. soziale Netzwerke aktivieren Nachdem das Flugzeug zunächst einige Kreise geflogen hatte, landete es gegen 10 Uhr auf dem Militärflughafen in der Normandie. Die 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder wurden sofort von Bord geholt. Spezialisten des Militärs untersuchen die Maschine auf mögliche Sprengsätze.Europaweit BomendrohungenWährenddessen war der Flughafen Rom, das Ziel der Flugreise, offenbar für eine halbe Stunde gesperrt. Auf der Seite des Flughafens ist zu erkennen, dass zwischen 10.15 und 10.45 Uhr keine Maschinen gestartet waren. Grund offenbar die Landung einer Maschine der Fluglinie Finnair aus Helsinki, gegen die eine Bombendrohung vorlag. Das Flugzeug wurde von Kampfjets der italienischen Luftwaffe eskortiert.In Wien musste ein Airbus der polnischen Airline WizzAir runter. Auch hier lag eine Bombendrohung vor. Sie war auf dem Weg von Mailand nach Warschau. Ob auch hier Kampfflugzeuge aufstiegen, ist unklar. Ebenfalls gegen eine Maschine aus Helsinki (Finnland) nach Wien gab es eine Bombendrohung, berichtet die „Krone“.In Bulgarien mussten gleich drei Maschinen außerplanmäßig landen. Ein Flug aus Kopenhagen und einer aus Madrid landeten in der Hauptstadt Sofia. Ein dritter Flieger aus London wurde nach Plowdiw in Südbulgarien umgeleitet. In Brüssel landete ein Passagierflugzeug der LOT wegen einer Bombendrohung.Die tschechische Polizei teilte auf X mit, dass am Donnerstag für vier Flugzeuge auf dem Weg nach Prag Bombendrohungen eingegangen seien. Nach Landung der Maschinen wurden aber keine Sprengsätze gefunden, so die Polizei auf X.Auch gegen zwei Flüge aus Griechenland gingen Bombendrohungen ein. Die Passagierflugzeuge der Aegae-Fluglinie von Athen und Thessaloniki landeten aber planmäßig in Wien bzw. Mailand an ihren Zielflughäfen, meldet die griechische Zeitung „Protothema“. An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung. soziale Netzwerke aktivieren Serie von BombendrohungenDer Vorfall reiht sich in eine Serie von Bombendrohungen gegen europäische Fluggesellschaften ein. In dieser Woche waren unter anderem Flüge von LOT, SAS, Wizz Air und Ryanair betroffen. Die Drohungen führten zu Durchsuchungen und Umleitungen. In einem Fall eskortierte die italienische Luftwaffe ein Flugzeug bis zur Landung. Verletzte gab es nicht, auch keine Bombenfunde.Bombendrohungen gegen Flugzeuge sind zwar kein neues Phänomen. Die aktuelle Serie fällt jedoch in eine Zeit erhöhter sicherheitspolitischer Spannungen. Europäische Behörden warnen seit Längerem vor sogenannten hybriden Bedrohungen, zu denen Sabotageakte, Drohnenvorfälle und andere gezielte Störungen gehören können.
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