Luna Vogt
Redaktion TRAVELBOOK
4. November 2026, 15:53 Uhr |
Lesezeit: 4 Minuten
Hauptstädte zählen weltweit zu den beliebtesten Reisezielen für internationale Besucher. Oft denkt man dabei an Städte wie das romantische Paris, die Metropole Berlin oder auch Rom mit den leckersten italienischen Gerichten. Aber nicht nur in Zentraleuropa finden sich schöne Hauptstädte. Besonders eine Metropole gilt bisher als unterschätzter Geheimtipp. Um welche Stadt es sich handelt und warum sich ein Trip lohnt, lesen Sie hier.
Nordmazedonien hat mehr zu bieten als den Ohridsee
Nordmazedonien wird häufig mit dem Ohridsee in Verbindung gebracht, der zwischen Albanien und Nordmazedonien liegt. So schön der See auch ist, Nordmazedonien hat noch einiges mehr zu bieten. Dazu zählt vor allem die Hauptstadt Skopje.
In der Metropole leben laut der offiziellen Tourismuswebsite Nordmazedoniens „macedoniatourism“ rund 500.000 Menschen. Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Kosovo, und der Vardar fließt einmal quer hindurch. Vor Ort wird Mazedonisch gesprochen – dennoch muss man sich als Tourist kaum Sorgen um Kommunikationsschwierigkeiten machen, da auch Albanisch und Englisch gängige Sprachen sind.
Der umstrittene Makedonija-Platz
Die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit in Skopje ist der Makedonija-Platz, auch „Macedonia Square“ genannt. Man könnte sagen, alle Straßen der Hauptstadt führen zu dem Platz hin, womit er das Zentrum der Metropole darstellt.
Beeindruckend ist der Platz besonders deshalb, weil darauf pompöse Figuren platziert sind. Besonders auffällig ist eine Figur mitten auf dem Platz, die ein Pferd und dessen Reiter zeigt. Wie etwa die Universität Mannheim berichtet, sorgt jedoch die monumentale Reiterstatue auf dem Makedonija-Platz für Diskussionen. Obwohl sie offiziell nur „Krieger zu Pferde“ heißt, zeigt sie unverkennbar Alexander den Großen, den früheren König von Makedonien. Brisant ist das vor allem deshalb, weil sowohl Griechenland als auch Nordmazedonien Anspruch auf das historische Erbe des antiken Makedoniens erheben.

Skopje beeindruckt besonders mit seinem Makedonija-Platz und dessen pompöser Figur „Krieger auf einem Pferd“ Foto: Luna Vogt
Ein Spaziergang über „Kamen Most“ zum Alten Basar
Direkt am Makedonija-Platz führt die historische Steinbrücke „Kamen Most“ über den Vardar. Sie verbindet das moderne Zentrum Skopjes mit dem Alten Basar und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Die heutige Brücke stammt aus der osmanischen Zeit und bildet bis heute eine wichtige Verbindung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Seiten der Hauptstadt.
Wer die Steinbrücke überquert, landet praktisch direkt in der Stara Čaršija, dem Alten Basar von Skopje. Zwischen kleinen Gassen befinden sich traditionelle Geschäfte, Cafés, Restaurants, Moscheen und historische Gebäude aus der osmanischen Vergangenheit der Stadt. Gerade der Kontrast zum monumentalen Makedonija-Platz auf der anderen Seite des Vardar macht diesen Teil Skopjes beeindruckend und sehenswert.
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Die Festung Kale bietet einen Ausblick über Skopje
Oberhalb des Alten Basars befindet sich zudem die Festung Kale, deren Ursprünge laut der Tourismuswebsite „tourismattractions“ bis ins 6. Jahrhundert zurückreichen. Von den erhaltenen Mauern bietet sich ein weiter Blick über Skopje und den Fluss Vardar. Außerdem lässt sich durch die Lage ein Besuch der Festung gut mit einem Rundgang über den Alten Basar verbinden.
Und auch vom Berg Vodno aus hat man einen wunderbaren Blick über Skopje. Auf dem Berg oberhalb der Stadt steht das große Millenniumskreuz, das 2002 erbaut wurde. Es gehört zu den größten Kreuzbauwerken weltweit und ist ein bekanntes Wahrzeichen der Region rund um Skopje. Auf den Berg gelangt man entweder mit einer Seilbahn oder alternativ zu Fuß.
Auf den Spuren von Mutter Teresa
Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich nur wenige Gehminuten vom Makedonija-Platz entfernt. Im Mutter-Teresa-Gedenkhaus erinnert Skopje daran, dass die spätere Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin in der Stadt geboren wurde. Das Gedenkhaus gehört heute zu den bekannten kulturellen Sehenswürdigkeiten der nordmazedonischen Hauptstadt.
Im Inneren können Besucher mehr über verschiedene Stationen ihres Lebens erfahren. Die Ausstellung zeichnet ihren Weg von der Kindheit in Skopje bis zu ihrer späteren Arbeit als Missionarin nach. Zu sehen sind unter anderem persönliche Erinnerungsstücke, Dokumente und Auszeichnungen. Auch der für Mutter Teresa typische weiße Sari mit blauen Streifen sowie eine Kopie ihrer Taufurkunde gehören laut Tripadvisor zur Ausstellung. Oberhalb der Galerie befindet sich außerdem eine kleine Kapelle, in der katholische Gottesdienste stattfinden.
