(Foto: Friedensdorf International)
Oberhausen/Dinslaken. Wegfallende Altkleidercontainer und steigende Spendenmengen bringen die Sortierung in der Zentralstelle an ihre Grenzen. Immer häufiger landen auch unbrauchbare Gegenstände im Spendenaufkommen, die kostenpflichtig entsorgt werden müssen. Das Friedensdorf bittet weiterhin um gut erhaltene Sachspenden und mehr Rücksicht bei der Abgabe.
Gut erhaltene Kleidung und andere Sachspenden sind für Friedensdorf International nach wie vor eine wichtige Unterstützung. Doch die zunehmenden Mengen stellen die Kinderhilfsorganisation vor immer größere Herausforderungen. Der gestiegene Konsum und der Wegfall von Altkleidercontainern in zahlreichen Kommunen führen dazu, dass immer mehr Menschen mit ihren aussortierten Gegenständen direkt den Weg zur Zentralstelle an der Lanterstraße in Dinslaken suchen.
Was gut gemeint ist, bringt die Abläufe vor Ort zunehmend an ihre Grenzen. Kaum vergeht eine halbe Stunde, ohne dass ein Pkw voll mit Kleidung und anderen Gegenständen vor der Lagerhalle vorfährt. Teilweise machen sich sogar ganze 7,5 Tonner mit loser Kleidung aus Haushaltsauflösungen auf den Weg zum Friedensdorf.
Doch längst nicht alles, was abgegeben wird, ist tatsächlich für eine Weiterverwendung geeignet. Neben gut erhaltener Kleidung finden sich immer wieder verschmutzte Haushaltsgeräte, beispielsweise ein mit Käseresten verschmierter Sandwichtoaster, alte Messersammlungen, Tapetenreste oder sogar Katzenstreu zwischen den Spenden. Solche Gegenstände müssen aussortiert und kostenpflichtig entsorgt werden. Sie blockieren dringend benötigte Lagerflächen und verursachen zusätzliche Arbeit und Müllgebühren, die zulasten der eigentlichen Hilfsarbeit gehen.
Die Folge: Die Mitarbeitenden kommen mit dem eigentlichen Tagesgeschäft, insbesondere mit der Sortierung der Spenden, kaum noch hinterher. Jede Sachspende muss vor der Annahme gesichtet werden. Die Lagerkapazitäten und personellen Ressourcen sind nicht darauf ausgelegt, die stetig wachsenden Mengen und große Ladungen aus Haushaltsauflösungen zu bewältigen.
„Viel hilft nicht immer viel“, lautet deshalb die dringende Bitte des Friedensdorfes. Die Kinderhilfsorganisation ist weiterhin auf gut erhaltene und brauchbare Sachspenden angewiesen. Entscheidend ist jedoch, dass die abgegebenen Gegenstände tatsächlich noch verwendet werden können. Um die Abläufe künftig besser bewältigen zu können, passt das Friedensdorf daher seine Annahmezeiten an.
Sachspenden können in der Zentralstelle in Dinslaken ab Montag, dem 9. November 2026, ausschließlich zu folgenden Zeiten abgegeben werden:
Neue Annahmezeiten für Sachspenden
Montag bis Freitag: 12:00 bis 16:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 15:00 Uhr
Darüber hinaus bittet das Friedensdorf darum, ausschließlich haushaltsübliche Mengen anzuliefern. Ganze Sprinter oder Lkw Ladungen können nicht angenommen und verarbeitet werden. Wer unsicher ist, ob bestimmte Dinge als Spende geeignet sind, kann sich vorab telefonisch informieren.
Das Friedensdorf bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung und ihr Verständnis. Denn jede brauchbare Spende hilft dabei, die Arbeit für verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten fortzuführen. Damit diese Hilfe auch weiterhin möglich ist, müssen die Sachspenden jedoch in einem Rahmen bleiben, den die Mitarbeitenden bewältigen können.
Kontakt für Rückfragen zur Sachspendenannahme:
Friedensdorf InternationalTelefon: 02064 4974-512


