Details: Omoda 2 als kompaktes Elektro-SUV
Chery arbeitet an einem kompakten Elektro-SUV für Europa, das unter dem Namen Omoda 2 gehandelt wird. Geplant sind Hinterradantrieb und bis zu 450 Kilometer angegebene Reichweite. Die Vorstellung könnte Ende 2027 folgen, mit dem europäischen Marktstart wird eher 2028 gerechnet.
Kompakte Maße mit Platz für den Alltag
Chery möchte seine europäische Modellpalette nach unten erweitern. Das dafür vorgesehene Elektro-SUV ist bereits über die Entwurfsphase hinaus und wurde als Modell in Originalgröße aufgebaut. Bis zum Serienfahrzeug stehen aber noch wichtige Entscheidungen aus. Auch der Name Omoda 2 ist bislang nicht bestätigt.
Mit rund 4,16 Metern Länge und 1,56 Metern Höhe bewegt sich das Fahrzeug zwischen Kleinwagen und kompaktem SUV. Markierte Radhäuser und 18-Zoll-Felgen prägen den Auftritt, auf allzu kräftige Offroad-Elemente soll die Karosserie dagegen weitgehend verzichten.
Der Radstand von 2,60 Metern soll trotz der überschaubaren Außenmaße brauchbare Platzverhältnisse ermöglichen. Dazu kommen eine erhöhte Sitzposition und ein Kofferraum mit 360 Litern. Damit könnte der Omoda auch für kleine Familien interessant werden und unter anderem gegen den VW ID. Cross antreten. ↑ Zurück zur Übersicht
Hinterradantrieb und LFP-Akku geplant
Als Basis ist Cherys Plattform T1FT vorgesehen, die für urbane Modelle des Konzerns entwickelt wurde. Anders als viele preisorientierte Elektroautos dieser Klasse soll der Omoda 2 seine Kraft an die Hinterräder schicken.
Für die größere Ausführung ist ein LFP-Akku mit 56 kWh im Gespräch. Damit werden bis zu 450 Kilometer Reichweite angekündigt. Eine günstigere Version soll rund 320 Kilometer schaffen. Welcher Prüfzyklus dahintersteht, ist noch nicht bekannt. Als bestätigte WLTP-Werte lassen sich die Angaben deshalb nicht einordnen.
Auch Motorleistung, Verbrauch, Höchstgeschwindigkeit und Ladeleistung sind noch offen. Für längere Fahrten wird insbesondere die DC-Ladekurve wichtig sein: Sie entscheidet mit darüber, wie gut sich das kompakte Elektro-SUV abseits der Stadt schlägt. ↑ Zurück zur Übersicht
Tasten im Cockpit, Preis noch offen
Im Cockpit ist ein zentraler Bildschirm auf einer erhöhten Mittelkonsole vorgesehen. Hinzu kommen ein kleines digitales Kombiinstrument, eine kabellose Ladefläche für Smartphones und ein festes Glasdach. Für ausgewählte Klima- und Heizfunktionen sollen physische Bedienelemente erhalten bleiben.
Die bisher gezeigte Ausführung hat ein zweifarbiges Interieur. Welche Materialien und Ausstattungsdetails es tatsächlich in die Serie schaffen, steht allerdings noch nicht fest.
Chery prüft offenbar eine Fertigung in Europa und spricht über mögliche Kooperationen mit Herstellern, die freie Kapazitäten haben. Ein konkretes Werk ist nicht bestätigt. Weder Frankreich noch die bestehenden industriellen Aktivitäten in Spanien lassen bislang einen belastbaren Schluss auf den Produktionsort zu.
Eine Fertigung in der EU könnte zusätzliche Handelszölle auf in China produzierte Elektroautos verringern. Je nach Land und Förderbedingungen könnte sie auch den Zugang zu Kaufanreizen erleichtern. Für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird entscheidend sein, ob daraus ein konkurrenzfähiger Endpreis entsteht.
Einen offiziellen Preis für die Elektroversion gibt es noch nicht. Weil eine geplante Hybridvariante bei etwa 20.000 Euro liegen könnte, erscheint ein Einstieg unter 25.000 Euro für das Elektroauto denkbar. Bestätigt ist diese Grenze jedoch nicht. Neben dem Preis bleiben vor allem Ladeleistung, WLTP-Reichweite, Serienausstattung und Produktionsstandort offen. ↑ Zurück zur Übersicht
