Das israelische Zutatenunternehmen Meala FoodTech hat die Produktion seines texturierenden Erbsenproteins an Standorten in Frankreich und Deutschland mehr als verdreifacht. Nach Angaben des Unternehmens aus Haifa reicht die erweiterte Kapazität aus, um 2027 rund 1.400 Tonnen Eier zu ersetzen. Das entspreche etwa 82.000 Eiern pro Tag.
Das Unternehmen reagiert damit laut eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage von Lebensmittelherstellern. Meala arbeitet mit Dutzenden Unternehmen aus verschiedenen Produktkategorien zusammen. Markenprodukte mit seinen Texturgebern sind bereits im Handel erhältlich.
„Textur ist zentral für das Esserlebnis: Sie sorgt für den Biss, die Saftigkeit und das Mundgefühl, die ein Lebensmittel unvergesslich machen und dazu bringen, es weiterzuempfehlen”, erklärt Hadar Ekhoiz-Razmovich, CEO und Mitgründerin von Meala. „Hersteller suchen Zutaten, die dieses Erlebnis mit zuverlässiger Leistung, wettbewerbsfähigen Kosten und einer stabilen Lieferkette verbinden. Das texturierende Erbsenprotein von Meala vereint diese Vorteile: Es ersetzt Eier oder Hydrokolloide und ermöglicht zugleich eine kürzere, leichter verständliche Zutatenliste.”
„Dank unserer erweiterten Produktionskapazität können wir die Produkteinführungen unserer Kunden unterstützen und weitere Anwendungen und Märkte erschließen. Die ersten pflanzlichen Fleischalternativen mit dem Protein von Meala wurden bereits erfolgreich von Kunden eingeführt und sind inzwischen europaweit im Handel erhältlich”, ergänzt Ekhoiz-Razmovich.
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Zwei Vertriebspartner für herzhafte Produkte und Backwaren
Meala vertreibt seine Zutaten über zwei Partner an Hersteller. Für herzhafte Anwendungen vermarktet dsm-firmenich das Protein unter dem Namen Vertis PB Pea. Beide Unternehmen hatten den Texturgeber 2025 für pflanzliche Fleischalternativen in Europa vorgestellt.
Im Backwarenbereich vertreibt der spanische Zutatenhersteller Lasenor Emul das Protein als Eiersatz Lasenor VP-100, der im Dezember 2025 auf der Fi Europe in Paris Premiere feierte. Drei Monate zuvor hatte Meala mit Groundbaker einen eigenen Eiersatz für Backwaren präsentiert.
Auf dem Etikett wird die Zutat als Erbsenprotein deklariert. Für den Einsatz in Lebensmitteln in den USA hat Meala nach Prüfung durch ein unabhängiges Expertengremium zudem den Self-affirmed-GRAS-Status (Generally Recognized as Safe) erlangt.
Unternehmen nennt Kostenvorteile von bis zu 40 Prozent
Meala positioniert das Protein als Möglichkeit für Hersteller, sich gegen Lieferengpässe bei Eiern und schwankende Rohstoffpreise abzusichern. Nach Angaben des Unternehmens lassen sich bei Backwaren Kosteneinsparungen von 30 bis 40 Prozent erzielen. In einer untersuchten Biskuit-Rezeptur seien die Rezepturkosten im Vergleich zu einer Referenz mit Ei um mehr als 40 Prozent gesunken. Zudem entfalle laut Meala der Bedarf an gekühltem Transport und gekühlter Lagerung von Flüssigei.
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„Die Zukunft der Lebensmittelformulierung liegt darin, jede Zutat mehr leisten zu lassen”
„Damit Innovation tatsächlich kommerziell genutzt wird, muss sie innerhalb der Rezepturen, Prozesse und Wirtschaftlichkeit der Hersteller funktionieren. In Fleischalternativen sorgt unser texturierendes Protein für Bindung und Struktur und ersetzt dabei konventionelle Texturzusätze. In Backwaren macht es in der Regel nur wenige Prozent der Rezeptur aus, übernimmt die Ei-Funktionalität und ermöglicht spürbare Einsparungen bei den Einsatzkosten”, erklärt Dr. Tali Feldman Sivan, Mitgründerin und Chief Business Officer von Meala.
„Die Zukunft der Lebensmittelformulierung liegt darin, jede Zutat mehr leisten zu lassen. Meala bietet Produktentwickler:innen einen einfacheren Ausgangspunkt: eine Zutat, die mehrere texturgebende Funktionen erfüllt und es weniger nötig macht, Rezepturen um komplexe Kombinationen von Ersatzstoffen herum neu aufzubauen”, ergänzt Feldman Sivan.
Auf der Fi Europe in Frankfurt bietet Meala vom 17. bis 19. November an Stand 51SU53 Verkostungen eifreier Backwaren an.
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