Die Gladiators Trier zeigen sich weiter in sehr starker Form. Beim BK Opava gewann das Team von Trainer Jacques Schneider auch das vierte Spiel in der Gruppenphase im Europe Cup, am Ende hieß es 103:80 (48:32). Mit der makellosen Bilanz gehen die Trierer kommende Woche ins Duell mit dem kosovarischen Club BK Trepca (4. November, 20 Uhr).
Die Trierer starteten konzentriert ins Spiel und führten schnell mit 4:0, dann streuten sich einige Fehlwürfe ein – allerdings nur, bis Coach Schneider Eli Brooks aufs Parkett schickte. Der Aufbauspieler sorgte mit drei erfolgreichen Dreiern dafür, dass sich der Bundesligist auf 21:12 absetzen konnte. Opava hielt in Person von Radovan Kouril dagegen, der in der Anfangsphase acht Punkte beisteuerte.
Austin Crowley mit schönem Drive
In einem etwas wilden Viertel mit jeweils fünf Ballverlusten auf beiden Seiten bauten die Gladiators den Vorsprung auf neun Punkte aus, taten sich dann aber zu Beginn des zweiten Abschnitts in der Offensive etwas schwer. Es dauerte fast zweieinhalb Minuten, bis Moritz Krimmer die ersten Punkte erzielte. Während sich Top-Scorer Jordan Roland weiter schwer tat, zog Austin Crowley mit einer schönen Bewegung zum Korb – 34:21.
Dann setzte Justin Simon ein Highlight. Der 30-Jährige klaute den Ball und kam per Dunk zu einfachen Punkten. Auch EJ Onu kam immer besser rein ins Spiel. Die Tschechen hatten in der Defense kaum ein Mittel, wenn der 2,11-Meter-Mann unter dem Korb angespielt wurde. Bis Halbzeit erspielten sich die Rheinland-Pfälzer eine deutlich Führung.
Der Modus des Europe Cups und Triers Gegner
Neben BK Opava spielen in der Trierer Gruppe die Teams aus Patras (Griechenland), Split (Kroatien), Batumi (Georgien) und Trepca (Kosovo).
Insgesamt gibt es acht Gruppen mit je sechs Teams. Die jeweils zwei Gruppenersten ziehen in eine zweite Gruppenphase mit nur noch 16 Mannschaften in vier Gruppen ein. Auch dort kommen die jeweils beiden Gruppenersten weiter. Die letzten acht Teams spielen dann im KO-System den Europe Cup-Gewinner aus. Die zwei Finalspiele finden Ende April 2027 statt.
Opava darf gegen die Gladiators nur kurz hoffen
Die Gladiators starteten direkt mit dem nächsten Run in die zweite Halbzeit. Crowley zwang mit fünf Punkten innerhalb weniger Sekunden Opavas Coach David Zach zu einer frühen Auszeit. Die Gastgeber taten sich offensiv weiter schwer und eröffneten den Trierern viele Gelegenheiten, um zu einfachen Punkten zu kommen, so traf etwa Marten Linßen nach simplem Pass unter den Korb.
Dann leisteten sich die Trierer eine kleine Schwächephase zum Ende des dritten Viertels, während Opava zu einem 7:0-Lauf ansetzte. Richtig spannend wurde es aber nicht, denn die Gladiators erstickten die Hoffnungen der Gastgeber im Keim. Mit 24 Punkten Vorsprung ging es in die finalen zehn Minuten.
Mit der komfortablen Führung im Rücken rotierte Coach Schneider einmal kräftig. Aus der Starting Five stand im Schlussviertel zunächst nur Krimmer auf dem Parkett. Am Geschehen änderte das kaum etwas, die Gladiators zogen unter dem Jubel der mitgereisten Fans zeitweise auf 31 Punkte davon. Bis zum Ende schmolz der Vorsprung zwar etwas zusammen, am sicheren Erfolg des Bundesligisten änderte das aber nichts mehr. Beste Werfer auf Seiten der Trierer waren Crowley (19) und Brooks (14).
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