„Wir sind komplett, wir sind fit und wir freuen uns sehr auf die Partie“, sagte Triers Trainer Jacques Schneider kurz vor der Abfahrt nach Opava (deutsch: Troppau). Am späten Dienstagvormittag machten sich Gladiators auf den Weg Richtung Tschechien. Mit dem Bus nach Frankfurt, von dort mit dem Flieger nach Krakau und dann wieder mit dem Bus nach Opava. Die Reise des Basketball-Bundesligisten dauert mehrere Stunden, von Trier ins schlesische Opava sind es mehr als 1.000 Kilometer Fahrtstrecke. Trotzdem: Für die Gladiators ist es die mit Abstand kürzeste Auswärtsreise in der Gruppenphase des FIBA Europe Cup.

    Gladiators Trier in Opava der klare Favorit
    Neben der Distanz sollte auch der Gegner nicht die größte Herausforderung darstellen. Coach Schneider sagt zwar, dass Opava bisher im Europe Cup „in der Gruppenphase sehr solide aufgetreten ist“. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Tschechen von drei Spielen bisher zwei verloren haben und lediglich beim schwächsten Team der Gruppe, dem BC Batumi, einen Sieg feiern konnten. Die Partien zu Hause gegen Split und beim kosovarischen Meister Trepca verlor Opava, wenn auch recht knapp.

    Der Modus des Europe Cups und Triers Gegner

    Neben BK Opava spielen in der Trierer Gruppe die Teams aus Patras (Griechenland), Split (Kroatien), Batumi (Georgien) und Trepca (Kosovo).
    Insgesamt gibt es acht Gruppen mit je sechs Teams. Die jeweils zwei Gruppenersten ziehen in eine zweite Gruppenphase mit nur noch 16 Mannschaften in vier Gruppen ein. Auch dort kommen die jeweils beiden Gruppenersten weiter. Die letzten acht Teams spielen dann im KO-System den Europe Cup-Gewinner aus. Die zwei Finalspiele finden Ende April 2027 statt.

    Zum Vergleich: Die Gladiators Trier ließen dem KK Split in der vergangenen Woche keine Chance, besiegten die Kroaten deutlich mit 100:80. Die Rheinland-Pfälzer sind nach drei Spielen im europäischen Wettbewerb noch ungeschlagen und Tabellenführer der Gruppe A. „Wir wollen weiter an die bisherigen Leistungen anknüpfen“, sagte Schneider mit Blick auf das Spiel in Tschechien.
    Schneider: „Entscheidend wird sein, dass wir unser eigenes Spiel aufziehen“
    Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel könnten die Gladiators in Opava den nächsten Schritt in Richtung Zwischenrunde machen. Coach Schneider weiß, wie das gelingen soll: „Entscheidend wird sein, dass wir unser eigenes Spiel aufziehen, dass wir schnell spielen und dass wir physisch verteidigen.“

    Der 34-Jährige wünscht sich, dass sein Team das Spiel über die Verteidigung dominiert. Die Gladiators sollen laut Schneider am defensiven Ende des Feldes am besten so auftreten wie im zweiten Viertel beim jüngsten BBL-Erfolg in Vechta. Die Gladiators ließen in diesem Spielabschnitt lediglich zwölf Punkte zu, legten damit den Grundstein für den Auswärtserfolg.
    Das Spiel in Opava (Mittwoch 18:00 Uhr) überträgt der SWR live im Stream auf der SWR-Website, in der ARD-Mediathek und auf dem YouTube-Kanal von SWR Sport.

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