E-Auto-Zulassungen in der EU steigen deutlich
In der Europäischen Union greifen Käufer von Neuwagen immer öfter zu Elektroautos. Nach einem Wachstum der Zulassungszahlen um fast die Hälfte auf 1,93 Millionen Fahrzeuge kommen reine Elektroautos (BEV, Battery Electric Vehicles) in den neun Monaten bis Ende September 2026 mittlerweile auf einen Marktanteil von 22,7 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea mitteilte. Das ist ein Wachstum von 6,6 Prozentpunkten im Jahresvergleich. Die Zulassungszahlen von Benzinern und Diesel-Pkw sanken im Dreivierteljahr jeweils um ein Fünftel.
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Trend zum E-Auto
Trotz regionaler Unterschiede ist ein Trend unverkennbar: Die Zahl der Neuzulassungen mit elektrifiziertem Antrieb steigt. Bei Hybriden, die sich nicht extern aufladen lassen, ist der Zuwachs mit 10,7 Prozent noch am geringsten. Plug-in-Hybride legten in den ersten neun Monaten um 18,6 Prozent zu. Statt 725.516 in den ersten drei Quartalen 2025 wurden in diesem Jahr bis Ende September 860.257 Plug-in-Hybride in der EU verkauft. Noch sehr viel drastischer sieht es bei den Elektroautos aus: Zwischen Januar und September 2025 wurden in der EU 1.300.288 E-Autos erstmals zugelassen. In diesem Jahr waren es im gleichen Zeitraum 1.931.465.
Marktanteil der Antriebsarten in Prozent
Jan bis Sep 2025
Jan bis Sep 2026
prozentualer Zuwachs
Hybride (ohne PHEV)
34,7
36,3
10,7
Benziner
27,7
21,2
-19,1
Diesel
9,3
7,1
-19,5
PHEV
9
10,1
18,6
Elektroautos
16,1
22,7
48,5
Andere
3,2
2,7
-11,9
Auf den größten Automärkten in der EU stieg die Zahl der erstmals zugelassenen Elektroautos zahlenmäßig besonders stark. Nur in zwei Ländern gab es überhaupt Rückgänge.
Jan bis Sep 2025
Jan bis Sep 2026
Veränderung in Prozent
Deutschland
382.202
604.144
58,1
Frankreich
216.311
387.342
79,1
Belgien
108.221
125.220
15,7
Dänemark
88.402
124.049
40,3
Italien
61.018
101.716
66,7
Niederlande
93.814
109.024
16,2
Spanien
72.064
100.508
39,5
Zypern
1149
1099
-4,4
Polen
25.828
24.404
-5,5
PHEV überholt Diesel
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Bei Antrieben ohne jegliche Unterstützung durch einen E-Motor ging es weiter abwärts. Inzwischen werden in der EU mehr Neuwagen mit Plug-in-Hybrid verkauft als Diesel. Die mit großem Abstand meisten Plug-in-Hybride wurden in den ersten neun Monaten in Deutschland (247.489), Italien (121.647) und Spanien (116.790) verkauft. Für den Dieselmotor gab es in der EU in den ersten drei Quartalen praktisch nur noch zwei große Märkte: Deutschland (270.434) und Italien (83.722). In allen anderen Ländern erreicht der Selbstzünder nicht einmal mehr die Hälfte der italienischen Zulassungszahlen.
Der Benziner lag mit 2,23 Millionen Erstzulassungen zwischen Januar und September im vergangenen Jahr noch fast eine Million vor dem E-Auto. 2026 wurden bis Ende September 1,8 Millionen Benziner und 1,93 Millionen E-Autos neu zugelassen.
Verkaufszahlen steigen
Über alle Antriebsarten hinweg legte die Zulassungszahl im September weiter zu, und zwar um 9,3 Prozent auf 971.048 Fahrzeuge. Für das Dreivierteljahr ergibt sich damit ein Anstieg um 5,7 Prozent auf knapp 8,52 Millionen Fahrzeuge. Während die Zulassungszahl der Marken des Volkswagen-Konzerns inklusive der Porsche AG von Januar bis Ende September mit 2,23 Millionen konstant blieb, schnellte die von BYD um 150 Prozent auf 206.002 nach oben. Bei Tesla stieg die Zahl der Neuzulassungen mit 188.035 Autos um rund 70 Prozent. Für BMW ergibt sich ein Plus von 4,6 Prozent und für Mercedes-Benz ein Anstieg von 3,6 Prozent.
(mfz)
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