Über viele Jahre, sogar Jahrzehnte, haben wir 40 Prozent unserer Erdgaseinfuhren aus Russland bezogen. Jetzt liegt dieser Anteil nur noch bei knapp über zehn Prozent und wird bald auf null sinken, weil wir ein Einfuhrverbot für russisches Gas in den EU-Rechtsvorschriften verankert haben.Während wir den Gashahn aus Russland zudrehen, öffnen wir die Türen für eine vielfältigere Reihe zuverlässiger Lieferanten. Und diese wissen, dass wir verlässliche Abnehmer sind. Die EU steht für Freihandel – unser Markt ist fair, stabil und offen für Unternehmen. Da der Energiehandel über Erdöl und Erdgas hinausgeht, strebt Europa außerdem eine Diversifizierung der Energiequellen an, wobei Elektrizität und neue saubere Energieträger schrittweise ausgebaut werden.Europäische Unternehmen sind der SchlüsselDes Weiteren umfasst ein Energiesystem viele Akteure aus dem öffentlichen und privaten Bereich. Dies könnte unterschiedliche Interessen mit sich bringen, aber in Europa spielen wir als Team. Die Mitgliedstaaten stimmen sich eng ab, um Notfallverfahren festzulegen und die Nutzung von Öl- und Gasreserven einzuleiten.Die europäischen Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle – sie beziehen auf dem Weltmarkt die Energie, die wir benötigen, zum bestmöglichen Preis. Darüber hinaus ist Europa attraktiv für Investoren, die unsere Stabilität und Berechenbarkeit schätzen.Auch deshalb wurde in den vergangenen Jahren massiv in die Energieinfrastruktur der EU investiert: Seit 2023 machen erneuerbare Energien den größten Anteil privater Investitionen in die europäische Infrastruktur aus. Die Investitionen beliefen sich 2024 auf 15,5 Milliarden Euro – ein Wachstum von mehr als 150 Prozent seit 2020.Einfacher gesagt: Wir arbeiten besser, wenn wir zusammenarbeiten.Kernenergie und Kernfusion können als Backup dienenÜberdies müssen wir in eine neue Phase der Energiewende eintreten: die Beschleunigung. Wir stärken das europäische Energienetz, indem wir die Wartezeiten für Projekte im Bereich der sauberen Energie verkürzen, grenzüberschreitende Verbindungen stärken und die Netzplanung verbessern. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Wirtschaft der EU zu elektrifizieren, damit unsere Haushalte, Industrien und Verkehrsträger alle von der billigen, sauberen Energie profitieren können, die wir selbst erzeugen.Um unsere erneuerbaren Ressourcen mit einem zuverlässigen Backup auszustatten, können wir uns auf die bestehenden Kernkraftanlagen stützen und auch die nächste Generation der Kernenergie voranbringen. Durch die Stärkung der Zusammenarbeit der EU bei neuen Technologien wie kleinen modularen Reaktoren und Kernfusion können wir Europa in den Mittelpunkt des nuklearen Fortschritts stellen.In den kommenden Monaten werden wir darlegen, wie das europäische Energiesystem in den nächsten zehn Jahren aussehen soll. Durch die Festlegung konkreter Ziele für erneuerbare Energien, Effizienz und Elektrifizierung bis 2040 können wir zielgerichtet gemeinsam in unser Energiesystem investieren.Loading…Loading…Loading…

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