Die Studie basiert auf den Einschätzungen von 1.051 Fondsselektoren aus verschiedenen europäischen Märkten. Unter den Befragten waren 715 Vertreter aus dem Retail-Segment* und 336 institutionelle Investoren**. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass die Netto-Allokationsabsichten der Fondsselektoren aus dem Retail-Segment über alle sieben untersuchten Private-Markets-Anlageklassen hinweg positiv sind. Eine deutliche Mehrheit der bereits in die jeweilige Anlageklasse investierten Befragten plant, ihre Zielallokation beizubehalten oder zu erhöhen.Als größtes Hindernis gilt in Europa die mangelnde Liquidität. Diese nannten 65 Prozent der Befragten, nach 57 Prozent im Vorjahr. Auch mangelnde Transparenz (48 Prozent) und hohe Mindestanlagebeträge (37 Prozent) zählen zu den wesentlichen Hürden.Trotz dieser Bedenken sehen europäische Fondsselektoren weiterhin vielfältige Vorteile in Private-Markets-Investments. Die Portfoliodiversifikation bleibt mit 74 Prozent der am häufigsten genannte Vorteil, gefolgt von hohen Renditechancen (55 Prozent), Kapitalwachstum (43 Prozent), einer geringen Korrelation mit anderen Anlageklassen (41 Prozent) und einem langfristigen Anlagehorizont (39 Prozent). Positiv ist zudem, dass der Anteil der Befragten, die fehlende Zugangsmöglichkeiten zu Private Markets als Hindernis betrachten, von 26 Prozent im Vorjahr auf 21 Prozent gesunken ist. Ein breiteres Spektrum an Zugangswegen und die zunehmende Bekanntheit entsprechender Produkte öffnen Private Markets für eine größere Anlegergruppe.Private Markets: Anlegerbasis in Europa dürfte deutlich wachsenDer Anteil der europäischen Retail-/Wholesale-Investoren, die in Private Markets investieren, dürfte in den kommenden fünf Jahren auf nahezu neun von zehn (88 Prozent) steigen. Aktuell liegt dieser Anteil bei 63 Prozent. Unter institutionellen Investoren ist die Beteiligung an Private Markets mit 75 Prozent bereits höher und dürfte innerhalb von fünf Jahren auf 85 Prozent zunehmen. Dies deutet auf eine weitere Verbreiterung der Anlegerbasis für Private-Markets-Investments hin, insbesondere im Retail- und Wealth-Management-Segment.Bei Private Credit planen per saldo 25 Prozent der europäischen Investoren, ihre bestehende Allokation in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen. Die Nachfrage nach dieser Anlageklasse bleibt damit hoch. Allerdings werden Anleger zunehmend selektiver: Bei Private Equity (37 Prozent) und nicht börsennotierten Infrastrukturbeteiligungen (29 Prozent) fallen die Netto-Aufstockungsabsichten noch höher aus als bei Private Credit.
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ELTIFs gewinnen weiterhin europaweit an BedeutungDie Bekanntheit und Nutzung von ELTIFs haben in Europa im Jahresvergleich deutlich zugenommen. 74 Prozent der Fondsselektoren geben an, mit dieser Fondsstruktur vertraut zu sein. Im Jahr 2025 waren es 68 Prozent. Zudem empfiehlt bereits jeder Fünfte (21 Prozent) ELTIFs seinen Kunden oder investiert selbst in entsprechende Anlagevehikel. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 13 Prozent. Weitere 18 Prozent planen, innerhalb der kommenden zwölf Monate mit der Empfehlung von ELTIFs oder entsprechenden Investitionen zu beginnen.Bei den Fondsstrukturen für Private Markets insgesamt werden Evergreen-Vehikel in den meisten europäischen Märkten bevorzugt. Unter Retail-/Wholesale-Investoren ist die Präferenz für Evergreen-Strukturen insbesondere in Frankreich (59 Prozent), den nordischen Ländern (62 Prozent) und der Schweiz (63 Prozent) ausgeprägt. In Italien und Spanien zeigt sich dagegen eine leichte Präferenz für traditionelle geschlossene Private-Markets-Fonds mit Kapitalabrufen. Großbritannien wiederum hebt sich durch eine Präferenz für Investment Trusts ab.Jesco Schwarz, Head of Intermediary Client Group für Deutschland und Österreich bei Neuberger: „Private Markets haben sich inzwischen stärker etabliert. Ermöglicht wird dies durch breitere Zugangsmöglichkeiten, ein wachsendes Verständnis der Anleger und eine deutliche Nachfrage nach Diversifikation. Die anhaltende Dynamik bei ELTIFs und Evergreen-Produkten ist erfreulich. Anleger nutzen die flexibleren und benutzerfreundlicheren Zugänge zu Private Markets, um ihre bestehenden Investitionen in geschlossene Fonds zu ergänzen.An den Private Markets ist die Auswahl des Managers ein entscheidender Faktor. In der Vergangenheit haben Manager des obersten Quartils die übrigen Anbieter kontinuierlich übertroffen. Wir sind überzeugt, dass die Managerauswahl ebenso wie die Aufklärung der Anleger, eine geeignete Produktgestaltung und qualitativ hochwertige Investments entscheidend sind, um für Kunden langfristig attraktive Ergebnisse zu erzielen.“In ausgewählten Regionen hat Neuberger die NB Private Markets Academy ins Leben gerufen. Die Plattform bietet jederzeit abrufbare Schulungsinhalte, Experteneinschätzungen und weitere Informationsangebote. Sie soll Finanzberater und Anleger dabei unterstützen, ihr Wissen über Private Markets zu vertiefen und die Anlagemöglichkeiten in diesem Bereich fundiert zu bewerten. Weitere beliebte Meldungen:
* Im Rahmen dieser Studie werden unter Fondsselektoren aus dem Retail-Segment Personen verstanden, die in einem Family Office oder Multi Family Office, bei einem unabhängigen Finanzberater, einem Dachfonds oder Multi-Manager, einer Retailbank, Privatbank, Vermögensverwaltung, Finanzberatungsgesellschaft oder Asset-Management-Gesellschaft mit Privatkunden tätig sind oder bei einem Versicherungsunternehmen Fonds für die Aufnahme in fondsgebundene Lebensversicherungen auswählen.** Im Rahmen dieser Studie werden unter institutionellen Fondsselektoren Personen verstanden, die bei einer gemeinnützigen Organisation, einem Pensionsfonds, einer Kapitalanlagegesellschaft für Pensionsvermögen oder einem Staatsfonds tätig sind oder bei einer Retailbank, Privatbank, Vermögensverwaltung, Finanzberatungsgesellschaft oder Asset-Management-Gesellschaft mit institutionellen Kunden arbeiten oder bei einem Versicherungsunternehmen Fonds für dessen allgemeines Anlageportfolio auswählen.
Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung
eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder
Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das
investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment
beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011
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