Bargeld bleibt im Euro-Raum das am weitesten akzeptierte Zahlungsmittel und hat gegenüber 2024 wieder leicht an Bedeutung gewonnen. 92 Prozent der Unternehmen mit stationären Verkaufsstellen akzeptieren 2026 Bargeld. Zwei Jahre zuvor waren es 90 Prozent. Dies geht aus einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor.

Frau bezahlt mit Bargeld auf einem Wochenmarkt (Symbolbild)
SEBASTIAN KAHNERT / KEYSTONE
Die Untersuchung umfasst Einzelhandel, Restaurants und Cafés, Hotels sowie Unternehmen aus Kunst, Unterhaltung und Freizeit in allen 21 Ländern des Euro-Raums. Insgesamt befragte die EZB zwischen Februar und April 2026 insgesamt 8205 Unternehmen.
Die Akzeptanz von Kartenzahlungen blieb mit 88 Prozent gegenüber 2024 weitgehend unverändert. Deutlich stärker verbreiteten sich dagegen mobile Zahlungen. Ihr Anteil stieg innerhalb von zwei Jahren von 36 auf 68 Prozent der Unternehmen.
Gleichzeitig fördern 25 Prozent der befragten Firmen aktiv digitale Bezahlmethoden. Dazu gehören Investitionen in Kassen für bargeldlose Zahlungen oder die Verringerung der Zahl von Kassen, an denen Bargeld angenommen wird. 13 Prozent der Unternehmen haben Selbstbedienungskassen eingeführt.
Bei der Entscheidung über akzeptierte Zahlungsmittel nennen Unternehmen laut EZB vor allem Kundenwünsche, Sicherheit und einfache Handhabung. Bargeld sehen sie gegenüber digitalen Zahlungsmethoden insbesondere bei Datenschutz und Zuverlässigkeit im Vorteil.
