ruhr24SchlagzeilenStand: 16.08.2026, 15:27 UhrVon: Florian ForthDruckenTeilenUns auf Google folgen
Wladimir Putin könnte das NATO-Bündnis testen, befürchten US-Geheimdienste. © Alexander Kazakov/Zuma Press/ImagoUS-Geheimdienste sehen ein Risiko, dass Putin zwischen diesem Herbst und 2029 gegen die NATO vorgehen könnte. Mehrere Länder geraten ins Fadenkreuz.Washington – Neue Geheimdienstanalysen aus den USA sorgen für Alarmstimmung in Europa: Wladimir Putin könnte gezielt die Bündnistreue der NATO testen – mit einem begrenzten Angriff auf eines der Mitgliedsländer. Das berichtet das Wall Street Journal am Donnerstag (6. August) unter Berufung auf US-Sicherheitsbehörden.US-Geheimdienst warnt: Putin könnte diese 4 EU-Länder als Nächstes angreifenAls wahrscheinlichste Ziele gelten laut den Berichten die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Polen. Ein Angriff könnte demnach zwischen diesem Herbst und dem Jahr 2029 erfolgen.Das Problem: US-Präsident Donald Trump ist mit dem Konflikt im Iran beschäftigt. Derweil sind der Ukraine die Patriot-Abwehrraketen ausgegangen – doch der Nachschub seitens der USA stockt.Daher hatte Russland zuletzt massive Angriffe auf sein Nachbarland gestartet. Weil Putin hinter seinen gesteckten Zielen zurückbleibt, braucht er bald einen Erfolg. Innenpolitisch gerät er zudem durch ukrainische Angriffe auf Raffinerien weiter unter Druck.Putin könnte NATO prüfen: Cyberangriffe oder BodeninfiltrationDeshalb rechnen die US-Geheimdienste jedoch nicht zwingend mit einer klassischen Invasion. Im Gespräch sind vielmehr Cyberangriffe, Sabotageakte oder kleinere Bodeninfiltrationen auf NATO-Gebiet. Diese Szenarien liegen unterhalb der Schwelle für eine gemeinsame Reaktion nach Artikel 5. Trotzdem könnte Putin so den Zusammenhalt des Bündnisses auf die Probe stellen.Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen werden wird.Auch Litauen selbst warnt bereits vor einer möglichen Gefahr: Das Land befürchtet, Russland könnte ukrainische Drohnen für eine „False Flag“-Aktion im Baltikum nutzen, um eine Provokation zu inszenieren. Wie würde die NATO reagieren?Auch interessant:Gefahr für Deutschland durch Putin? „Nehmen Drohung sehr ernst“Putin sorgt für Insel-Eklat – und fühlt sich nun beleidigtDrohnen-Abstürze auf NATO-Gebiet bereiten SorgeEin NATO-Sprecher wollte sich zu den Geheimdienstinformationen nicht direkt äußern, betonte aber, das Bündnis bereite sich grundsätzlich auf verschiedenste Szenarien vor und sei zur Abschreckung bereit.Hintergrund der Sorge sind auch mehrere Vorfälle der vergangenen Monate: Immer wieder waren russische Drohnen oder Trümmerteile auf NATO‑Gebiet niedergegangen, etwa in Polen und Rumänien. Auch ein deutscher Frachter wurde getroffen. Nach einem vereitelten Drohnen-Anschlag auf dem Flughafen in Leipzig gerät Russland ebenfalls unter Verdacht.
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