
Foto: YONHAP News Die ehemalige First Lady Kim Keon-hee, die derzeit hinter Gittern sitzt und in mehreren Bestechungs- und Korruptionsfällen vor Gericht steht, ist wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten bei der Verlegung des Büros und der Residenz des Präsidenten im Jahr 2022 zur Befragung vor einem Sonderermittlerteam erschienen. Das Verhör begann am Mittwoch um 10 Uhr, da Kim vorgeworfen wird, bei der Auswahl des Innenarchitekturunternehmens 21 Gram für den Umzug unzulässigen Einfluss ausgeübt zu haben, obwohl es nicht über die erforderliche Baugenehmigung verfügte. Die ehemalige First Lady steht außerdem im Verdacht, als Gegenleistung für eine Vorzugsbehandlung Luxuskleidung und andere Geschenke des Unternehmens angenommen zu haben. Es ist das erste Mal, dass Kim nach zwei Verschiebungen einer Befragung durch das Spezialteam unterzogen wird. Sonderermittler gehen gesondert den Vorwürfen nach, dass 21 Gram für die Bauarbeiten zu viel verlangt habe und dass staatliche Gelder in Höhe von zwei Komma acht Milliarden Won, also etwa einer Komma neun Millionen US-Dollar, illegal zur Deckung der Kosten abgezweigt worden seien. Dem Board of Audit and Inspection wird außerdem vorgeworfen, eine frühere Inspektion im Zusammenhang mit der Verlagerung herunterzuspielen und zu verbergen.