
Von Richard Sima
Innezuhalten, um an den Rosen zu riechen, ist ein guter Ratschlag fürs Leben. Und Untersuchungen deuten darauf hin, dass es einen zusätzlichen Nutzen haben könnte: Es könnte eine gute Möglichkeit sein, die Gesundheit Ihres Gehirns zu verbessern.
Der Verlust des Geruchssinns ist oft eines der ersten Warnzeichen neurodegenerativer Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit und der Parkinson-Krankheit, und zwar bis zu einem Jahrzehnt, bevor andere diagnostizierbare Symptome auftreten. Laut einer Studie von Aging Research Reviews aus dem Jahr 2021 leiden insgesamt 90 Prozent der Menschen mit Parkinson im Frühstadium und 85 Prozent der Menschen mit Alzheimer im Frühstadium an einer Geruchsstörung.
Experten glauben, dass der Verlust unseres Geruchs- oder Geruchssinns ein Biomarker für eine nachlassende Gehirngesundheit sein könnte, und arbeiten daran, Geruchstests allgemeiner zu machen, um eine Diagnose zu beschleunigen.
„Wenn jemand einen schrecklichen Geruchssinn hat, scheint das wie der Kanarienvogel in der Mine zu sein, wo es ein Hinweis darauf ist, dass es später zu kognitiven Problemen kommen könnte“, sagte David Vance, Psychologe und Professor an der University of Alabama in Birmingham.
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