Sonderermittler durchsucht JCS-Hauptquartier, Heimat des ehemaligen Vorsitzenden Kim Myung-soo

Foto: YONHAP News Ein Sonderermittlerteam hat das Hauptquartier der Joint Chiefs of Staff (JCS) sowie die Residenz ehemaliger JCS-Beamter wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Kriegsrechtsdekret des ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol durchsucht. Laut Quellen aus der Justiz führten Ermittler unter Sonderermittler Kwon Chang-young eine Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsaktion in den JCS-Büros im Seouler Bezirk Yongsan sowie in den Häusern des ehemaligen JCS-Vorsitzenden Kim Myung-soo und anderer Beamter durch. Der Durchsuchungsbefehl identifizierte die Beamten als Verdächtige wegen ihrer Beteiligung an Aufgaben im Zusammenhang mit dem Aufstand. Das Untersuchungsteam vermutet, dass Präsident Yoon die JCS um den Einsatz zusätzlicher Truppen gebeten hat, nachdem die Nationalversammlung eine Resolution verabschiedet hatte, die die Aufhebung des am 3. Dezember 2024 in Kraft getretenen Kriegsrechts forderte. Mit dem Haftbefehl soll festgestellt werden, ob die JCS vor und nach der Ausrufung des Kriegsrechts an Truppenoperationen beteiligt war und ob sich die JCS in den ersten Stunden nach der Erklärung auf Anweisung des ehemaligen Präsidenten Yoon auf ein „zweites Kriegsrecht“ vorbereitete. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich nach der Verabschiedung des Beschlusses der Nationalversammlung der ehemalige Verteidigungsminister Kim Yong-hyun, der ehemalige Stabschef der Armee Park An-su, der als Kommandeur des Kriegsrechts fungierte, und andere Beamte in einem Unterstützungsraum innerhalb der JCS-Kampfleitung versammelten, um Gegenmaßnahmen zu besprechen.

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