Umfrage: 50 % der Lehrer haben Gewalt durch Schüler erlebt

    Foto: YONHAP News Nach einem gewalttätigen Messerangriff auf einen Oberschullehrer Anfang dieser Woche in Gyeryong, Provinz Süd-Chungcheong, zeigt eine neue Umfrage, dass etwa die Hälfte aller Lehrer Opfer eines Angriffs durch einen Schüler geworden sind. Die Korea Federation of Teachers‘ Associations, eine Dachgewerkschaft der Lehrer, gab am Mittwoch die Ergebnisse ihrer Umfrage bekannt, die landesweit unter 3.551 Kindergarten-, Grundschul-, Mittel- und Oberschullehrern und Bildungsfachkräften durchgeführt wurde. 86 Prozent der Befragten gaben direkt oder indirekt an, dass ihre Lehrrechte verletzt worden seien. Als am häufigsten genanntes Vergehen nannten 93 Prozent der Befragten die absichtliche Behinderung des Unterrichts durch Studierende und die Nichtbefolgung von Anweisungen. Als nächstes kamen verbale Gewalt, von der 87,5 Prozent der Pädagogen betroffen waren, bedrohliche Verhaltensweisen wie Anstarren und Spucken, die von 80,6 Prozent genannt wurden, und sexueller Missbrauch und Belästigung, die von 47,5 Prozent genannt wurden. Fast 49 Prozent der Lehrer gaben an, von einem Schüler angegriffen oder verletzt worden zu sein oder Zeuge der Misshandlung eines Mitlehrers gewesen zu sein. In Bezug auf die Häufigkeit gaben 21,7 Prozent der Lehrer an, dass sie solche Misshandlungen ein- bis dreimal erlebt hätten, während 13,3 Prozent vier bis sechs Mal, sieben, ein Prozent zwischen sieben und neun Mal und sechs, fünf Prozent zehnmal oder öfter angaben. Obwohl solche Viktimisierungen weit verbreitet sind, ergab die Umfrage, dass Lehrer selten Probleme mit einem solchen Verhalten haben – nur 13,9 Prozent gaben an, dass sie Verstöße den örtlichen Komitees zum Schutz der Schulrechte gemeldet hätten. Unter den Gründen für die Nichtmeldung gaben 26,9 Prozent an, dass es keine praktische Lösung oder Hilfe biete, 23,8 Prozent nannten die Belastung durch rechtliche Vergeltungsmaßnahmen seitens der Eltern und 16,3 Prozent gaben an, sie seien besorgt über böswillige Beschwerden der Eltern. Kang Joo-ho, der Präsident der Vereinigung, sagte, dass Lehrer Bedenken hinsichtlich des Verhaltens von Schülern aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen seitens der Eltern zurückhalten und kritisierte das Bildungssystem dafür, dass es Übergriffe gegen Lehrer nicht in den Schulunterlagen der Schüler vermerke. Der Verband forderte die Regierung und die Nationalversammlung auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Überarbeitung einschlägiger Gesetze, damit solche Fälle offiziell erfasst werden.

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