
Foto: YONHAP News Präsident Lee Jae Myung sagte am Sonntag, dass Personen, die das nationale Interesse aus persönlichen Gründen untergraben, als „Verräter“ bezeichnet werden könnten, und fügte hinzu, dass ein solches Verhalten sowohl in der Politik als auch in den Medien vorkommen könne, wo der Dienst am Gemeinwohl eine Kernaufgabe sei. In einem Social-Media-Beitrag bezeichnete Lee das Problem als eine nationale Herausforderung, die mit kollektiven Anstrengungen angegangen werden sollte. Er sagte, einige Menschen seien sich möglicherweise nicht bewusst, dass ihr Handeln den nationalen Interessen schadet, während andere handeln, obwohl sie sich der Konsequenzen bewusst sind. Lee betonte außerdem, dass die Achtung der nationalen Souveränität und der universellen Menschenrechte sowie die Ablehnung eines Angriffskrieges die Verfassungsgrundsätze und internationalen Normen des Landes seien. Der Präsident sagte, die Werte Empathie und gegenseitiger Respekt gelten nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für die Beziehungen zwischen Staaten, und argumentierte, dass der Respekt vor dem Leben und Eigentum anderer unerlässlich sei, um im Gegenzug Respekt zu erhalten. Seine Äußerungen wurden weithin als Reaktion auf die Kritik von Oppositionsparteien und einigen Medien interpretiert, die seinen jüngsten Social-Media-Austausch mit der israelischen Regierung beschuldigt hatten, einen diplomatischen Fehltritt verursacht zu haben und „nationalen Interessen zu schaden“.