
Foto: YONHAP News Große globale Investmentbanken haben ihre Inflationsaussichten für Südkorea teilweise auf über drei Prozent angehoben und dabei auf Risiken verwiesen, die sich aus der Nahostkrise ergeben. Nach Angaben des Korea Center for International Finance vom Sonntag stieg die durchschnittliche Inflationsprognose für dieses Jahr von acht großen ausländischen Investmentbanken bis Ende März auf zwei Prozent vier Prozent, verglichen mit zwei Prozent Ende Februar. JPMorgan Chase, das mit zwei Komma sechs Prozent die höchste Schätzung abgegeben hat, sagte in einem aktuellen Bericht, dass der Energiepreisschock aus dem Nahen Osten noch nicht vollständig in den Daten widergespiegelt sei. Die Bank prognostizierte, dass die Verbraucherinflation im April etwa zwei Komma sechs Prozent erreichen und zwischen Mai und September drei Prozent überschreiten könnte, wenn sich die Bedingungen nicht verbessern. Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat kürzlich ihre Inflationsprognose für Südkorea auf zwei Komma sieben Prozent für dieses Jahr revidiert, was einem Anstieg von null Komma neun Prozentpunkten gegenüber ihrer vorherigen Schätzung entspricht. Während die Preise bis März, abgesehen von einigen Erdölprodukten, relativ stabil blieben, gehen Analysten davon aus, dass steigende globale Ölpreise mit einer Verzögerung von drei bis sechs Monaten zur Inflation führen werden. Dieser Trend dürfte durch den Won-Dollar-Wechselkurs von über 1.000 Won noch verstärkt werden.