
Foto: YONHAP News Der Leiter der internationalen Abteilung der Bank of Korea sagt, die Bank behalte den Devisenmarkt im Auge und werde handeln, wenn es zu ernsthaften Devisenlücken kommt. Yoon Kyoung-soo machte diese Bemerkung am Dienstag während einer Pressekonferenz in Seoul und stellte fest, dass der koreanische Won schnell an Wert verloren habe. Der koreanische Won wurde am Dienstag um 15:30 Uhr bei 1.000,530,1 Komma pro Dollar gehandelt, 14,4 Won mehr als am Montag. Der Wechselkurs war während des Mittagshandels auf bis zu 1.536 Komma neun gestiegen und markierte damit den höchsten Stand seit 17 Jahren seit dem 10. März 2009 während der globalen Finanzkrise. Als Hauptgrund für den hohen Won-Dollar-Wechselkurs nannte Yoon den Abfluss von ausländischem Beteiligungskapital. In Bezug auf die Einschätzung des BOK-Gouverneurskandidaten Sin Hyun-song, dass es keine größeren Bedenken hinsichtlich des Won-Dollar-Kurses gebe, sagte Yoon, Sin habe offenbar betont, dass hohe Wechselkurse nicht unbedingt zu einer Krisensituation führen. Die Zentralbank und andere Devisenbehörden gaben am Dienstag außerdem bekannt, dass sie im vierten Quartal des vergangenen Jahres insgesamt 22,46 Milliarden US-Dollar netto auf dem Devisenmarkt verkauft haben, um den Markt zu stabilisieren. Diese Zahl stellt den größten Nettoverkauf aller Zeiten in einem einzelnen Quartal dar.