Wohnungsbau auf neuem Tiefpunkt: Weniger als 200.000 neue Wohnungen

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wohnungsbau-auf-neuem-tiefpunkt-weniger-als-200000-neue-wohnungen–und-die-folgen-fur-den-arbeitsmarkt-15401736.html

26 Kommentare

  1. Willing_Recording_95 on

    das muss dann wohl der aktuelle explodierende bauboom sein den man durch sozialistische konzepte wie „mietpreisbremse“ zerstören würde.

  2. Fun-Swan9486 on

    Es ist zu attraktiv mit Bestandswohnungen Geld verdienen zu können.

    Keine Investitionskosten, exorbitant verlangbare Mieten mit allerlei Tricks.

  3. Bathtub_scrubber675 on

    Warum sollte man auch Wohnungen bauen wenn sich am Aktienmarkt einfacher Rendite aber ohne Mietrecht machen lässt? Nur der Staat kann bauen da dieser keine Rendite benötigt.

  4. Der faule Pöbel kann sich ja die Wohnung mit anderen aus der Unterschicht teilen. Mit der Mehrarbeit die unsere Regierung von uns möchte, geht das wunderbar. Jeder ist 12 Stunden auf der Arbeit und 12 Stunden in der Wohnung. Miete zahlen natürlich beide den Vollpreis, is klar. So brauchen wir auch nicht so viel Platz für die Menschen, die will ja auch wegen des Stadtbilds niemand sehen müssen.

  5. throwaway_3d7fc4d5 on

    Bei uns hat man direkt neben einer bestehenden Hochhaussiedlung ein Neubaugebiet ausgewiesen. Da hätte man so richtig schön die Hochhaussiedlung erweitern und mehr bezahlbare Wohnungen schaffen können. Was wurde stattdessen gebaut? Einfamilienhäuser, ein (eins, 1) vierstöckiges Gebäude mit Mieten jenseits von Gut und Böse, ein Servicewohnen der Caritas mit Mieten irgendwo bei 1.500 €/Monat (dass die sich bei sowas beteiligen ist eigentlich eine Schande) und ok, ein Rewe, den gönne ich uns, die Nahversorgung war hier wirklich grottenschlecht, aber es ist halt wirklich nur der Rewe und keine Wohnungen oben drauf. Bezahlbare Wohnungen? 0.

    Jetzt will man ein neues Neubaugebiet ausweisen und sofort gibt es Beschwerden. Man dürfe keine vierstöckigen Häuser direkt unter einer 380 kV-Freileitung bauen, Spielplatz direkt neben der Bahnstrecke geht schon mal gar nicht und überhaupt, direkt nebenan ist ein Bahnhof, da kommen die ganzen Pendler und parken uns die Straßen zu nur um dann mit dem Zug weiterfahren zu können (…nein, das macht keiner. Glaubt mir.) Ach und der Bahnübergang muss unbedingt auch weg, wie soll ich denn meinen 204-PS-Porsche spazieren fahren wenn ich erstmal 5 Minuten am Bahnübergang auf den Pendlerzug warten muss????

    Und dann wundert man sich dass wir beim Wohngeld in der teuersten Mietenstufe VII sind.

    Ne, so wird das nichts.

  6. Stahlin_dus_Trie on

    Keine Sorge, mit dem drölften Bauturbo der Bundesregierung wird das in Ordnung kommen.

  7. BalanceWild924 on

    Wofür hat Verena Hubertz eigentlich letztes Jahr Applaus für sich eingefordert? Man kann über die aktuelle Regierung echt nur seinen Kopf schütteln. Wir könnten das Bauministerium auch einsparen und dafür ein paar Häuser bauen.

  8. ThisIsDurian on

    Wie ich es schaffen will, dass ein Vater mit 3 Kindern eine bezahlbare Wohnung findet? Wir müssen bauen, bauen, bauen: 400 000 Wohnungen pro Jahr – 100 000 davon gefördert. Und in der Zwischenzeit: den Anstieg der Mieten begrenzen und das per Gesetz festlegen.

    SEP 2021 auf Twitter.

    Hat gut geklappt der Plan.

  9. Heute auch von unserem Dachdecker Bescheid bekommen, dass die Preise für Dämmmaterial Anfang April um 10% steigen sollen. Dachpfannen auch vorerst um 4%.

    Also demnächst gibt es wieder eine Inflationswelle, dann Zinserhöhungen, dann wird noch weniger gebaut.

    Edit: Hier eine Liste der kommenden Preiserhöhungen bei Baustoffen. Das kann und wird sich natürlich noch im Laufe des Jahres ändern: https://baustoffe.rw.net/article/preisaenderung-2026

  10. Es ist wirklich zum Kotzen. Die aktuelle Situation ist komplett inakzeptabel und sozialer Brennstoff wie kaum ein anderes Thema. Größere Wohnung für Nachwuchs? Nicht bezahlbar, weil alleine der Umzug von der aktuellen Wohnung mit einem Altvertrag in eine neue Wohnung mit derselben Größe an sich schon viel mehr Geld kostet. Jetzt nochmal draufschlagen, wenn du dich wirklich räumlich vergrößern willst. Dann bleibt man halt in der alten Wohnung ohne Nachwuchs. Für Deutschland natürlich in vielerlei Hinsicht extrem schädigend langfristig.

    Eine bessere Stelle gefunden in einer neuen Stadt? Tut mir leid, das zusätzliche Netto darfst du an deinen neuen Vermieter abgeben. Also bleibst du einfach dort wo du bist. Das ist auch schlecht für den Wettbewerbsstandort Deutschland.

    Karriere machen, um sich den Traum von Haus, Auto und Urlaub zu erfüllen? Naja, dann vielleicht doch lieber ein paar Stunden weniger in der Woche arbeiten und sich nur mit Auto und Urlaub begnügen, denn das Haus ist sowieso nicht bezahlbar.

    Der Opa ist tot? Oma alleine im riesigen Haus und kann sich nicht mehr richtig darum kümmern? Das Altersheim kostet dann leider 5000€ im Monat. Also vegetiert das Haus vor sich hin bis es gar nicht mehr geht.

    Die Liste geht weiter und weiter. Was macht die Politik? Kollektive Stille seit vielen, vielen Jahren. Mindestziele werden jedes mal verfehlt. Aber hauptsache Notarkosten bleiben prozentual vom Kaufpreis und Grunderwerbssteuer skaliert auch lecker mit den massiv gestiegenen Preisen. Alle bedienen sich während sich Deutschland die nächsten Jahrzehnte in eine unlösbare Misäre manövriert.

    Ich habe fertig.

  11. Seit 2021 hohe Material- und Energiekosten, steigende Löhne im Baugewerbe, keine 0% Zinsen mehr. Keine guten Bedingungen für einen Bauturbo, da kann man politisch noch so viel wollen. Auch wenn sich die Lage langsam stabilisiert und der Auftragsbestand bei den Bauunternehmen wieder ansteigt, sprich es wird wieder etwas mehr gebaut, aber Wunder darf man keine erwarten. Genug Wohnungen wird es wohl erst geben, wenn die Boomergeneration ausgestorben ist und der Markt voraussichtlich crasht.

  12. Ceutical_Citizen on

    Wird auch nicht mehr besser.

    Wer weinen möchte, sollte sich mal die Preisentwicklung und Neubau im urbanen Tokio anschauen.
    Krasse Binnenmigration auch in die zentralen Teile der Stadtregion und trotzdem relativ stabile Mieten.
    Warum? Die Bauen einfach. Hoch, dicht und viel. Also alles was bei uns zu wütenden NIMBYs führen würde.

    Selbst in den Niederlanden läufts besser und das sind ja eigentlich Ökos. Nur halt nicht in diesem Punkt.

    Es hilft nur Bauen. Wir wissen auch, dass nur Bauen hilft. Aber wir bauen nicht, weil zu viele Stakeholder existieren, die alle kein Bauen wollen.

  13. MentalAd7309 on

    Dafür haben wir jetzt ein Bundesbauministerium mit mehr als 500 gut bezahlten Pöstchen. Hurra!

  14. Der Irankrieg gibt dem ohnehin schon schwachen Bausektor jetzt den Rest. Ich wollte eigentlich nächstes Jahr bauen, aber das wird mit jedem weiteren Tag im Krieg immer unwahrscheinlicher.

    So viel zum Wohnraum schaffen….

    Unser Lebensstandard wird sich auf absehbare Zeit in Deutschland weiter verschlechtern.

  15. Schön wie hier gepöbelt wird, dass wir zu wenig bauen und im anderen Thread wird gepöbelt warum unsere Regierung die Bauvorschriften nicht verschärft. Wie wäre es mal mit einem wirklichen Heizungs und Solarhammer indem man die Dinger einfach besser fördert? PV-Anlagen unter xxx € pro kwh gibts für Lau aufs Dach. Selbstnutzung bis zu xx% umsonst, Einspeisung geht unvergütet an die Allgemeinheit.

  16. Vizekanzler Klingbeil hat gestern bei seiner Rede immerhin angekündigt, dass in Zukunft auch der Bund Wohnungen im großen Stil bauen soll.

    > „Daher schlage ich die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft vor“

    Wenn das so kommt und zwar wirklich im großen Stil, wäre das endlich ein LIchtblick beim Thema Wohnen. Für die Bundeswehr konnte man quasi über Nacht beschließen gut 2% der Wirtschaftsleistung zusätzlich in Verteidigung zu stecken. Das entspricht knapp 100 Mrd. Euro pro Jahr. Wenn man für den Wohnungsbau bereit wäre eine ähnliche Summe zur Verfügung zu stellen, könnte der Bund damit zu aktuellen Marktpreisen ganz alleine die versprochenen 400.000 Wohnungen bauen.

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