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13 Kommentare
[deleted]
Auf dem Papier hat Die Linke das beste Programm für Arbeiter, in der Praxis aber fühlen sich die Arbeiter kaum angesprochen von dieser Partei, gerade ein junges „feministisches Spitzentrio“ dürfte kaum Fabrikarbeiter von einem eher ländlichen Bundesland wie Baden-Württemberg abholen. Angesprochen von der Partei fühlen sich hauptsächlich besser gebildete junge Frauen und Leute in Städte mit u. A. finanziellen und sozialen Zukunftsängsten (Letzteres z. B. unterscheidet die Wählerschaft der Linken noch mal von denen der Grünen, wo Grün-Wähler ehr weniger finanzielle Zukunftsängste haben).
Das Problem verfolgt die Linke schon seit Jahren. Damals wären sie fast aus dem Bundestag geflogen weil man sie nur mit Gendersternchen und In-Fights in Verbindung gebracht hat. Ihre politische Arbeit für die Arbeiterklasse kriegt sie einfach nicht richtig vermarket, vorallem nicht bei der älteren Bevölkerungsgruppe die mit am meisten an den derzeitigen Umständen leidet.
Ist für mich einfach ein Haufen weltfremder Idealisten. Teilweise dazu noch brandhefährlich mit ihrer Anti NATO und pro Russland Rhetorik.
Die Linke übertreibt es halt oft in ihren Forderungen, hat eine ungesunde Russlandnähe und einen, zwar lobenswerten aber realitätsfremden, Hang zum Pazifismus (Nato Austritt usw.), weshalb sie für viele nicht wählbar sind.
Edit. Typo
Linke Parteien haben grundsätzlich so ein Problem damit als Besserwisser wahrgenommen zu werden. Selbst wenn das ein reines Problem in der Wahrnehmung sein sollte, wäre es trotzdem ein Problem.
Die Linke, bzw. die Linken haben das Problem, das sie alles auf einer Metaebene ziehen und darüber diskutieren, während die Rechten die Probleme zumindest erkennen und einfache Lösungen vorgaukeln.
Das dikutieren auf eine Metaebene junge Akademikerinnen anzieht und den Rest ehr abschreckt sollte nichts Neues sein und nebei kommt es halt sehr Besserwisser und von oben herab rüber.
Sprich die Linken stehen sich selber im Weg mit dieser art.
Ja aber ist das nicht schon fast Grund genug? Links spricht Probleme an ohne Lösungen vorzugauckeln, AFD schreit und schlägt um sich und alles was die blöde Wählerschaft kennt ist Remigration.
Außenpolitisch sind sie halt unwählbar. Da sollten sie lieber mal ansetzen.
Seit Ende des Kalten Kriegs kann rechte (kapitalistische) Propaganda fast ungestört ihr Werk verrichten. Das alle privaten Medien ebenfalls in Besitz von Kapitalisten sind hat natürlich nichts damit gemeinsam, dass Linke Politik ständig diffamiert wird. Bloß nicht.
Natürlich bleiben da fast nur noch Akademiker übrig, wenn der Rest kaum Sozialismus von Kommunismus trennen kann und alle Medien ein falsches Bild von linker Politik vermitteln.
Dabei sind es doch zum Beispiel die Rechten, die nicht aufhören können über das Gendern zu nörgeln. Aber gleichzeitig wird es immer als das Hauptthema der Linken wahrgenommen, dabei kommt das in meiner linken Bubble so gut wie kaum durch.
Das Kernproblem ist doch nicht die linke Politik, sondern die rechte Propaganda, die überall pausenlos auf die Menschen wirkt und wie viele Menschen empfänglich dafür sind gegen ihr eigenes Wohlbefinden zu wählen, solange man ihnen oft genug erzählt, dass ihre Meinung die „Normale“ ist.
Bei den aktuellen Ergebnissen frag ich mich wirklich wie weit die meisten Deutschen noch von den ganzen MAGA Pappnasen entfernt sind. Ich seh immer mehr die Bereitschaft zur Sabotage am eigenen Wohl nur um nicht gegen den Strom schwimmen zu müssen.
Anti Nato, pro Russland, automatisch für mich unwählbar
Die üblichen Kommentare hier verfehlen die Sachlage.
Die AfD schneidet durchgehend gut ab, trotz Pro-Russland-Position und aktiv arbeiterfeindlicher Politik, und eben gerade bei Arbeitern. BSW schneidet beschissen ab, obwohl es der Versuch war, die Linkspartei von all ihren „Macken“ – zu ausländerfreundlich, zu woke – zu befreien.
Dass die Linke eine Partei junger Akademikerinnen ist wird man nicht damit lösen, indem man mehr macht für ebenfalls junge AkademikER auf Reddit, die immer noch über deren Außenpolitik schwadronieren. Was soll da das Wählerpotential sein, alle zwölf Hanseln?
Politik für Arbeiter_innen funktioniert ja aber eben auch nicht. Rechtsoffenheit bringt auch nix. Was sollen sie denn nun noch versuchen? Sie schaffen es ja nicht einmal, als einzige Partei in der eine antizionistische Position prominent vorkommt, den aktuellen massiven Stimmungswandel in der Bevölkerung gegenüber Israel mitzunehmen.
Wenn ich Wasser in der Wüste verschenke und alle gehen trotzdem lieber zum Sandladen, bewege ich mich halt in einer komplett irrational geworden Welt, da ist nichts mit „versuchen wir es nochmal anders“.
Man muss sich möglicherweise einfach mal dem pessimistischen Gedanken stellen: Die Leute wollen einfach Rechtsauthoritarismus und zwar im Original und sonst nichts gerade, unter völligem Ausschluss aller ihrer vermeintlich „natürlicher“ Interessen. Demokratie (im westlich-aufgeklärten Sinne) war ein cooles Experiment, aber jetzt reichts ihnen halt auch mal.
Ja gut, die 2 % gegenüber 13 % bei den Grünen sehen prozentual auch nicht unbedingt besser aus, um fair zu sein.
Ich finde es aber interessant, dass die AfD 12 % bei Akademikern holt, gegenüber 26 % bei „Arbeitern“. Die Partei hat deutlich außerhalb ihrer klassischen Klientel zugelegt.
Ich frage mich, was der „Catch“ für sie ist. Angst vor sozialen Abstieg ist es ja vermutlich eher nicht. Ist das primär wirklich Identitätspolitik?