Oliver Blume: Volkswagen-Chef sieht chinesische Planwirtschaft als Vorbild

https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-03/oliver-blume-volkwagen-china-planwirtschaft-vorbild

16 Kommentare

  1. Wie endet man eigentlich in so einer Situation, in dem einem niemand mehr auf den Kopf zu sagt, was für eine Scheiße man labert.

  2. Korrektur, er mag massive Staatssubventionen. Wenn er Planung gut fände, hätte VW nicht für Jahre das Elektroauto so vernachlässigt, dass nun kein billiges Auto, man könnte sagen, kein Volkswagen, ein deutsches E-Auto ist.

  3. Hmm vor einem Jahr hat sich dieser Herr doch noch über die staatliche Lenkungsmaßenahme beschwert.

    >… 2035 keine Autos mit Verbrennermotor mehr verkauft werden. VW-Chef Blume stellt das Ziel infrage und fordert eine Orientierung an den Realitäten.

    [Quelle](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-blume-verbrenner-aus-100.html)

    Also was nun? Pläne geil finden wenn man Subventioniert wird und andere gezwungen werden härter für einen Zuarbeit und seine Produkte abzunehmen aber keine Ziele erreichen wollen? Das kann in einer Planwirtschaft auch mal den Kopf kosten, wenn die Ziele nicht erreicht wurden.

  4. NextMathematician977 on

    Die Aussage ist halt wild. Aber bei allen Fehlern in der Auto Branche.

    Wegen China hat KEIN Auto Hersteller momentan gute Zahlen.

    Auch nicht Toyota oder Hyundai die eigentlich was Verkäufe angeht auf einer Welle reiten… Gewinne brechen wie bei allen anderen zusammen…

    Die deutschen haben gepennt, klar. Aber 60% der Geschichte ist halt China die einen Wettbewerb führen VW vs China oder China vs Mercedes.

    Byd ist es völlig egal wie die Gewinne aussehen. Die wollen Marktmacht und die Platzhirsche verhungern lassen bis alle weg sind. Solange man dort auf Strecke ist wird das Land China es möglich machen.

  5. tototastisch on

    Sehe da zwei Aussagen:

    – Die haben einen langfristigen Plan und setzen ihn um. 

    Fände ich jetzt für die deutsche Politik auch nicht ganz verkehrt und möglicherweise besser als die aktuelle absolute Planlosigkeit von CDU und SPD. 

    – Da gibt die Politik der Wirtschaft mehr Subventionen. 

    Einerseits schwierig, aber im Wettbewerb gegen so ein Land halt kaum möglich anders vorzugehen. Außer durch Zölle oder Einfuhrbeschränkungen. Aber dafür gibt es ja keine Mehrheiten. 

  6. Der_Dingsbums on

    Dann würde ich ihm empfehlen spurlos zu verschwinden wie es Versager wie er in China gerne mal machen.

  7. Perfect_Antelope7343 on

    Oliver Blume wünscht sich einen Chef? Vielleicht sollte er sich einen passenderen Job suchen?

  8. pixelhippie on

    Er sollte sich um seine Firma kümmern und nicht um die Politik. CEOs sind die größten Deppen überhaupt.

  9. psychotronik9988 on

    Also wenn der Chef eines der größten deutschen Unternehmen möchte dass man sich am chinesischen Staatskapitalismus ein Beispiel nimmt, dann möchte er dass man sich an Ausbeutung, mangelndem Arbeitsschutz und verbotenen Gewerkschaften ein Beispiel nimmt. Dann möchte er die Verschmelzung wirtschaftlicher und staatlicher Macht, wie man sie nur aus autoritären Systemen kennt. Dann möchte er als Unternehmensboss eigentlich noch mehr politischen Einfluss als jetzt. Dann möchte er das unternehmerischer Eliten auch politische Eliten werden. 

    Das Vebrenneraus hat er ja bzw sein Unternehmen schon erfolgreich torpediert, wozu will er denn noch mehr Einfluss?

    Vielleicht ist es auch nur ein peinlicher Versuch sich dem chinesischen System öffentlich zu unterwerfen. Kann auch gut sein, hab gehört die haben dort Probleme mit ihrem Geschäft.

  10. China überlegt sich halt „wir wollen Marktführer bei Elektroautos werden“. Und dann gehen sie die komplette Wertschöpfungskette durch und fangen an neue Industrien aufzubauen, wenn sie das brauchen. Es gibt tatsächlich einen zentralen Plan wo drin steht was technisch umgesetzt werden soll. Und die Unternehmen halten sich dann auch daran. Dafür gibt es dann hohe Subventionen in Form von billiger Energie und Zuschüsse zu den notwendigen Fertigungsanlagen. Im Gegensatz zu anderen Planwirtschaften, siehe DDR oder Sowjetunion, gibt es aber auch positive Aspekte der Marktwirtschaft: es wird nicht jeweils ein großes Staatsunternehmen gegründet, sondern mehrere kleinere, die dann entsprechend konkurrieren. Das sorgt dafür, dass die Unternehmen selbst relativ effizient arbeiten und es zu genügend Innovation kommt. Unternehmen können sich aber auch darauf verlassen, dass der Staat für genug Abnehmer sorgt. Es muss nicht Angst haben, dass morgen der Regierungskurs von Elektroautos wieder auf Verbrenner kippt. Da sind wir wieder bei der berühmten Planungssicherheit.

  11. Jealous_Fox1583 on

    Wirtschaftspolitik mit einem 5 Jahre Horizont, die nicht bei der nächsten Wahl vergessen ist, könnte tatsächlich mal was positives bewirken in Deutschland .

  12. Icy_Masterpiece4502 on

    Es gibt mit der Energiewende ja einen Plan, nur die Wirtschaft und CDU/CSU macht alles um ihn schlecht zu reden und zu sabotieren. Dazu gehören halt Erneuerbare, Elektroautos,…

  13. Bei der chinesischen Planwirtschaft gehen die Subventionen aber nicht in die Taschen der Vorständen, sondern werden benutzt, um Produkte so billig wie möglich mit minimalen Profit anzubieten und das wird der VW-Chef wiederum überhaupt nicht toll finden.

  14. ThereYouGoreg on

    In der Strukturkrise ist eine strategische Strukturpolitik keine Systemfrage. Als das Baskenland in den 1970’ern eine Strukturkrise erlebt hat, musste auch die Frage gestellt werden, welche Branchen im langfristigen Zeithorizont langfristig wettbewerbsfähig sind. Aus einem Konsolidierungsprozess in den 1990’ern ist dann das Unternehmen Iberdrola hervorgegangen, welches heutzutage stark in der Windkraft engagiert ist.

    In Frankreich wurde wiederum die Textilindustrie beginnend ab den 1980’ern konsolidiert, wodurch das heutige Unternehmen LVMH hervorgegangen ist. Der Ausgangspunkt war die Übernahme von Boussac Saint-Frères durch Bernard Arnault.

    Wenn jetzt die Systemfrage gestellt wird, dann entfernen wir uns in Deutschland wieder weiter von einer strategischen Strukturpolitik, weil erstmal die Systemfrage geklärt werden müsste bevor Reformen überhaupt möglich sind.

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