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27 Kommentare
> Laut LSG scheitert die Übernahme der Kosten in diesem Fall aber an der Angemessenheit. Der Staat zahle Eingliederungshilfe nur, wenn die Ausgaben eines Menschen mit Behinderung gemessen an vergleichbaren Bedürfnissen eines nicht behinderten, nicht sozialhilfebedürftigen Erwachsenen angemessen sind. Schon die nicht behinderungsbedingten Kosten für die Japanreise des Mannes betrugen 4.000 Euro. Das sei mehr als doppelt so hoch wie das, was der Durchschnittsbürger im Vergleichsjahr 2024 für seinen Haupturlaub ausgegeben habe. Mit anderen Worten: Es fehle in diesem Fall an der Angemessenheit, weil eine Japanreise auch für Menschen ohne Behinderung schon eine teure Angelegenheit sei.
Ziemlicher nothingburger meiner Meinung nach.
Finde ich voll verständlich.
Die meisten Leute, die ich kenne, müssten auf eine Japanreise erst mal sehr lange sparen. Das ist definitiv keine typische, normale Reise von Durchschnittsverdienern. Und eine vergleichbare Teilhabe soll das Gesetz ja wohl bieten.
>Juristisch macht diese Argumentation einen feinen Unterschied: **Das LSG hat gerade nicht darüber entschieden, ob die behinderungsbedingten Mehrkosten von 50.000 Euro angemessen oder nicht doch deutlich zu hoch waren. Es hat stattdessen nur entschieden, dass eine teure Japanreise (4.000 Euro für drei Wochen) auch für Menschen ohne Behinderung bereits eine Art Luxus sei.** So eine teure Reise müsse der Landkreis einem Menschen mit Behinderung dann auch nicht durch Zahlung von Eingliederungshilfe ermöglichen.
Ich erspar euch mal den Clickbait-Überschrift-Klick.
Richtig so, kann ich mir selbst als normalo null leisten
50.000? Für eine Japan-Reise? Ich weiß nicht. Geht’s nicht günstiger? Bodensee oder Berge vielleicht?
[removed]
Kein Ragebait hier, Urteil ist fair gegenüber einer Gesellschaft die das trägt.
Dafür ist der Kläger sicher dankbar, daher wohl alles gut.
N spanien oder all-inlcusive Türkeiurlaub hätte er vermutlich bezahlt bekommen, es geht nur um den exorbitanten Wunsch der Japanreise im Vergleich zu Normalverdienern.
> In dem Fall ist der Antragsteller ein Mann, der im Rollstuhl sitzt und 24 Stunden pro Tag auf die Betreuung durch Assistenzkräfte angewiesen ist. Hierfür erhält er monatlich Teilhabeleistungen in Höhe von 25.000 Euro.
Wild
Ich finde es faszinierend, dass wir als Gesellschaft überhaupt Urlaube bezahlen…
Da wollte wohl jemand ins Maid Café 🥀
Bei der Überschrift hätte ich vermutet, dass de Reise im Zusammenhang mit seinem Studium steht oder mit seiner Abschlussarbeit oder mit seiner Nebentätigkeit.
Dann wäre der Weg zum Gericht angemessen – aber so??
Es ist ein Zeichen für den Fortschritt unserer Gesellschaft, das solche Themen heutige Probleme darstellen.
Es ist schön, dass unsere Gesellschafft es sich (noch) leisten kann, 5-6 Leute abzustellen um einer schwerbehinderten Person das Leben zu erleichtern. Andererseits wird das nicht mehr lange aufrechterhaltbar sein.
Allein die Leistungen die er bekommt sind schon Ragebait…
Link zum Urteil: https://www.sozialgerichtsbarkeit.de/entscheidungen/179793
50.000 € für Thailandreise wären aber dringewesen? Frage für einen schwerbehinderten Freund…
Man kann sich mit geringem Verdienst ja aber auch eine Japanreise über Jahre hinweg ansparen. Ich finde die Verhältnismäßigkeit sollte hier auch vergangene Urlaube betrachten. Wenn die Person noch nie im Leben im Urlaub war, fände ich es durchaus auch schön, wenn schwer behinderten ihr Wunsch darauf erfüllt wird. Es gibt auch einige Pfleger, für die so vielleicht auch eine unerwartete Möglichkeit eröffnet.
Verstehe nicht warum das Nachrichtenwürdig ist. Der Mann mag es schwer haben, aber erfahrungsgemäß wollen diese Leute auch nicht in Mitleid gebadet werden, also warum soll er 50k für ne Reise bekommen die auch für „normalos“ meistens eher ne once in a lifetime geschichte ist.
immer super den diskurs als jungen pflegebedürftigen bei solchen artikeln zu beobachten…
da wird man wieder aufmerksam darauf das die allgemeinheit am liebsten alle pflegebedürftigen ins heim schmeißen würde, anstatt ihnen auch nur die chance zu einem „eigenständigen“ leben zu ermöglichen. 50k sind viel und für eine reise bescheuert, ich reise einfach nie aber damit hab ich mich abgefunden, aber hilfe hier komm ich mir vor als wären alle behinderten wirklich abschaum, untragbar und sollten wegrationalisiert werden…
macht echt mut sowas
Ja ist ja auch verständlich. Ich und viele andere Menschen in diesem Land werden wahrscheinlich nie so eine große Reise machen können. Klar würde jeder gerne so eine Reise machen, aber es ist definitiv kein muss und auch nicht wirklich normal.
Ich finde es krass, dass er den Landkreis vor Gericht zieht wegen der Ablehnung des Antrags. Wie dreist kann man sein. Viele Menschen, die ihr Leben lang Steuern zahlen können sich nie leisten nach Japan zu reisen
Und ich habe hier gesessen und mir gedacht “200€ für ANC Kopfhörer gegen Reizüberflutung übernehmen die doch nie“.
Und dann steht da im Gesetz nen ganzer Urlaub drin. Und die Zahlen 25.000 pro Monat
„Ich will 50000“
„Biste behinnad oda was?“
TIL. Ich bin selbst schwerbehindert und wusste gar nicht, dass sowas überhaupt denkbar ist.
Leute, die selber keine Steuern zahlen, finden das nicht okay.
Einfach deutscher Marty Supreme
Martin Hervorragend