
Foto: YONHAP News Die Nationalversammlung hat einen von der Demokratischen Partei (DP) geführten Gesetzentwurf zur Einrichtung einer eigenständigen Strafverfolgungsbehörde für Anklageerhebungen und Gerichtsverfahren verabschiedet. Der Gesetzentwurf wurde am Freitag in einer Plenarsitzung mit 164 zu 1 Stimmen verabschiedet, die kurz nach dem Ende des Filibusters der größten Oppositionspartei People Power Party (PPP) stattfand. Der Gesetzentwurf legt unter anderem die Aufgaben der Staatsanwälte fest, die für die Entscheidung über die Erhebung und Aufrechterhaltung von Anklagen erforderlich sind, für die Beantragung von Haftbefehlen erforderlich sind, die strafrechtlichen Ermittlungen der Sonderjustizpolizei beraten und unterstützen und die ordnungsgemäße Anwendung des Gesetzes vor Gericht fordern. Der Gesetzentwurf zielt außerdem darauf ab, die Kontrolle und das Recht der Staatsanwaltschaft, die Spezialpolizei zu überwachen, abzuschaffen und gleichzeitig die offiziellen Befugnisse der Staatsanwälte einzuschränken. Der Titel „Generalstaatsanwalt“ bleibt für den Leiter der geplanten Behörde erhalten. Unterdessen brachte die Nationalversammlung ebenfalls am Freitag einen Gesetzentwurf zur Einrichtung einer neuen Ermittlungsbehörde unter dem Minister für Inneres und Sicherheit ein. Die Ermittlungen der geplanten Behörde würden sich auf Betrug, Unterschlagung, Kapitalmarktkriminalität, Betäubungsmittel, Verteidigungsdelikte und digitale Kriminalität gegen staatliche Einrichtungen konzentrieren. Kurz nach Einführung des Gesetzentwurfs startete die PPP aus Protest erneut einen Filibuster.