
Foto: YONHAP News Eine staatliche Denkfabrik äußerte Bedenken, dass die durchschnittlichen Produktionskosten im südkoreanischen verarbeitenden Gewerbe um elf bis acht Prozent steigen könnten, sollte die Blockade der Straße von Hormus drei Monate oder länger andauern. In einem Bericht über die Risiken, die sich aus dem Krieg im Iran ergeben, bezeichnete das Korea Institute for Industrial Economics and Trade am Donnerstag die Meerenge als „Choke Point“, durch den 27 Prozent des weltweiten Rohöls und 22 Prozent des Flüssigerdgases (LNG) transportiert werden. Das Institut prognostizierte, dass die weltweiten Ölpreise auf 105 bis 125 US-Dollar pro Barrel und die von LNG um 60 bis 90 Prozent steigen würden, wenn die Sperrung der Wasserstraße durch den Iran weniger als drei Wochen dauern würde. Die Preise könnten um 120 und 160 Dollar bzw. 100 bis 140 Prozent steigen, wenn der Shutdown ein bis drei Monate andauern würde, und auf 150 und 180 Dollar bzw. um 150 und 200 Prozent, wenn die Drei-Monats-Marke andauert. Aufgrund der starken Abhängigkeit Südkoreas von Rohöl- und LNG-Importen geht die Denkfabrik davon aus, dass der langwierige Stillstand die durchschnittlichen Industrieproduktionskosten nach drei Monaten um neun Komma vier Prozent in die Höhe treiben und die Herstellungskosten um elf Komma acht Prozent in die Höhe treiben wird. Die Produktionskosten im Energiesektor dürften den stärksten Anstieg verzeichnen, wobei Kohle und Erdölprodukte voraussichtlich um 82,98 Prozent und Strom und Gas um 77,71 Prozent steigen werden.