
Foto: YONHAP News Nordkorea hat am Samstag mehr als zehn ballistische Raketen in Richtung Ostmeer abgefeuert. Südkoreas Generalstabschefs sagten, die Starts seien gegen 13:20 Uhr aus der Gegend von Sunan in der Nähe von Pjöngjang entdeckt worden. Seoul sagte, es habe die Überwachung verstärkt und tausche Informationen eng mit den Vereinigten Staaten und Japan aus, während südkoreanische und US-Geheimdienste die Spezifikationen und Flugreichweiten der Raketen analysieren. Der Start war Nordkoreas erster Test einer ballistischen Rakete seit 47 Tagen seit dem Start am 27. Januar. Es war auch der dritte Raketenstart Nordkoreas in diesem Jahr. Das Abfeuern von mehr als zehn Raketen in einer einzigen Salve gilt als ungewöhnlich und wird weithin als Machtdemonstration angesehen. Der Start erfolgte einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump Interesse an einem Dialog mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un bekundet hatte. Berichten zufolge teilte Trump dem südkoreanischen Premierminister Kim Min-seok mit, dass er gute Beziehungen zu Kim Jong-un unterhalte, und fragte, ob der nordkoreanische Führer bereit sei, die Gespräche mit Washington wieder aufzunehmen. Analysten gehen davon aus, dass der Start möglicherweise auch als Protest gegen die laufende gemeinsame Militärübung „Freedom Shield“ zwischen Südkorea und den USA gedacht sein könnte. Die groß angelegten Übungen begannen am 9. März und sollen bis zum 19. März dauern.