Im Jahr 2025 deckten erneuerbare Energien einen Rekordanteil von 23,8 % des deutschen Endenergieverbrauchs

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8 Kommentare

  1. cossackbedouin9960 on

    Begriffserklärung

    Der Endenergieverbrauch entspricht im Wesentlichen dem Gesamtenergieverbrauch abzüglich der Verluste bei der Energieumwandlung.

    Wenn beispielsweise ein Kohlekraftwerk 3 kWh Kohle verbraucht, um 1 kWh Strom zu erzeugen, werden diese 3 kWh im Primärenergieverbrauch erfasst, während im Endenergieverbrauch nur die 1 kWh berücksichtigt wird.

    Berechnungen der Primärenergie benachteiligen Solar- und Windenergie, da wir die „verschwendete“ oder nicht genutzte Energie nicht berechnen können, wie wir es bei fossilen Brennstoffen tun

    **Nehmen wir ein absurdes Beispiel: Stelle dir vor, ein Land hätte Kohlekraftwerke mit einem Wirkungsgrad von nur 1 %, was bedeutet, dass man 100 kWh Kohle benötigt, um 1 kWh Strom zu erzeugen**

    **In diesem Land würde 1 kWh Solarstrom im Endenergieverbrauch ausreichen, um die 100 kWh Kohle zu ersetzen, die in der Primärenergie verbraucht werden**

  2. cossackbedouin9960 on

    Ebenfalls wichtig: 2025 ist das erste Jahr, in dem Biomasse und Biokraftstoffe weniger als die Hälfte (48 %) der erneuerbaren Energien in Deutschland ausmachten,

    während „saubere“ erneuerbare Energien (d. h. solche, bei denen keine Brennstoffe verbrannt werden müssen, wie Solar-, Wind-, Wasser- und Geothermie sowie Umweltwärme aus Wärmepumpen) machten 52 % der erneuerbaren Energien( und 12,4 % des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland) aus

    Biomasse ist derzeit zwar besser als importierte fossile Brennstoffe, langfristig sollte sie jedoch ebenfalls durch Solarenergie, Windkraft, Batterien, Wärmepumpenenergie und so weiter ersetzt werden.

    Soweit ich weiß, ist Solarenergie pro Hektar 40-50-mal ertragreicher als Biomasse.

    Selbst E-Kraftstoffe und Wasserstoff würden 20-30-mal weniger Fläche beanspruchen als Biokraftstoffe derzeit

    (Natürlich sollten E-Fuels auf die Luftfahrt und andere Sektoren beschränkt bleiben, die bis 2050 nicht elektrifiziert werden können)

  3. No_Honeydew6065 on

    Und das obwohl dieses Ziel von allen Seiten politisch sabotiert wird. Gar nicht auszumalen wo wir heute schon stehen würden wenn man die ganzen Förderungen wirklich mal durchgezogen hätte.

  4. Ok-Reflection-4934 on

    Wichtig hierzu zu wissen: Vom Endenergieverbrauch sind E-Autos und Wärmepumpen jeweils deutlich effizienter als Verbrenner und Gasheizungen (ich glaube jeweils etwa um den Faktor 4).

    Das heisst für den Gesamtstatus der Energiewende ist der Endenergieverbrauch ein eher pessimistischer Maßstab und die 23,9% schon ziemlich gut.

  5. Wie werden eigentlich Wärmepumpen in dieser Rechnung berücksichtigt? Ist das nur der elektrische Strom der reingeht oder ist das Strom + Umweltwärme?

  6. Ich bin etwas negativ überrascht. Immer wenn ich bei Zeit schaue, sehe ich deutlich höhere Werte. Heute z.B. Wind 47%, Solar 18%, Kohle 14%, Erdgas 9%, Biomasse 7%, sonstige 5%.
    Vielleicht muss ich mal regelmäßiger schauen, aber gerade Wind ist eigentlich immer deutlich über 25%

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