
Foto: YONHAP News Die Polizei hat den inzwischen unabhängig gewordenen Abgeordneten der Demokratischen Partei (DP), Kang Sun-woo, und das ehemalige Seouler Ratsmitglied Kim Kyung strafrechtlich verfolgt. Kang wird vorgeworfen, von Kim Geld als Gegenleistung für seine Kandidatur bei einer Kommunalwahl angenommen zu haben. Die Seoul Metropolitan Police Agency teilte am Mittwoch mit, dass gegen Kang und Kim Anklagen nach dem Political Funds Act und dem Improper Solicitation and Graft Act sowie wegen Untreue erhoben werden. Letzte Woche hat ein Gericht in Seoul sowohl Kang als auch Kim in Untersuchungshaft genommen und dabei Bedenken hinsichtlich einer möglichen Vernichtung von Beweismitteln geäußert. Kangs früherer Berater mit Nachnamen Nam, der Kang nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit Kim bekannt gemacht hatte, wurde ebenfalls vor Gericht gestellt. Staatsanwälte sagen, Kang habe im Januar 2022, fünf Monate vor den Kommunalwahlen, 100 Millionen Won oder rund 68.000 US-Dollar von Kim in einem Hotel im Seouler Bezirk Yongsan angenommen. Kim gewann schließlich die Parteinominierung. Die Anschuldigungen tauchten Ende letzten Jahres mit der Veröffentlichung einer Audiodatei vom April 2022 auf, in der der zweimalige Abgeordnete offenbar die Transaktion mit der inzwischen unabhängigen DP-Abgeordneten Kim Byung-kee besprach, die damals die Nominierungen der DP überwachte.