
Hier ein Bodenbohrerkern aus meinem Garten. Wie man sieht, ist nach wenigen cm direkt lehmige Erde. Ich muss auch noch die Grasnarbe entfernen, d.h. die lehmige Erde wird danach ganz oben sein. Wird diese zum Problem für Pflanzen?
Was empfiehlt ihr zum Anbau von Gemüse/Obst zu machen?
Soll ich due Erde Umgraben oder vorher eine Erd/Kompostschicht draufmachen? Eine Idee von mir wäre auch noch die Gemüsebeete etwas erhöht zu machen um eine dickere Erd/Kompostschicht drauf zu machen.
Von Apprehensive-Foot-89
27 Kommentare
mach einfach nen acker kartoffeln. die regeln das schon. heißt ja nicht umsonst pionierpflanze:P kannst natürlich auch umgraben und danach kompost einarbeiten und dann anderen stuff pflanzen aber ich finde die kartoffel idee gut:P
Ich bin kein Gemüsebauer aber wir haben hier auch nur Lehm. Wenn du was gut machen möchtest kannst du Kompost untermischen in einem 1:1 Verhältnis dann wird alles etwas lockerer. Was immer geht sind Kartoffeln, Karotten, Bohnen und Lauch auch Radiesschen gehen ab wie nur was. Für Zwiebeln oder Knobi würde ich etwas Sand bei mischen ansonsten Lets Go
Ich behaupte, wer empfiehlt Kartoffeln anzubauen, um lehmigen Böden zu verbessern, hat noch nie in lehmigen Boden gegärtnert.
In meinem großen Garten habe ich auch einen sehr schweren Lehmboden. Für meine je 20 Apfel- und Birnenbäume sowie diverse Zwetschgen, Kirschen, Pfirsiche und dutzende Obststräucher ist das kein Problem und für einige Gemüse auch nicht.
Den lehmigen Boden zu verbessern ist aufwändig, wenn du eine Kompostschicht ein arbeitest ist das innerhalb einer Woche komplett weg ohne irgendeinen Effekt zu sehen. Das muss man schon über Jahre betreiben.
Sand lockert den Boden auf, wenn du Sand einarbeiten kannst ist das gut. Viel Sand. Holzhackschnitzel helfen auch. Jedes Jahr wieder.
)edit: du musst die Grasnarbe nicht entfernen. Wenn du eh erhöhte Beete als Option. In Gegenteil, die wird dann ja auch zu Humus.
Undere erde ist auch super lehmig.
Ich hab den boden einmalig komplett umgegraben, weil auch pflanzen und wurzeln weg mussten und kompost eingearbeitet. Und ein bisscjen rindenmulch, der schon da war. Seither baue ich eigentlich recht erfolgreich gemüse an. Der boden bleibt tatsächlich recht locker wenn man nicht drauf rumtrampelt.
Gelegentlich kam mal zB ein sack spielsand drauf der übrig war.
Glaube über die zeit steigt auch der hummusanteil, wenn man immer mulch drauf hat und ab und an kompost draufgibt.
Haben auch richtig schweren Lehmboden, wenn der feucht ist kann man ihn zu einer Kugel formen. Bei uns wächst eine Pflaume seit Jahrzehnten, die Kirsche und Mirabelle scheint es auch nicht zu Jucken, die Nachbarn haben Äpfel, Naschis usw
In einer Baumschule wurde uns neulich gesagt, wir müssten den Boden aufbereiten (Sand einarbeiten, Boden austauschen etc), was ehrlich gesagt völliger Quatsch ist. Nach der Logik dürfte ja auf riesigen Flächen in ganz Europa kein einziger Strauch oder Baum wachsen. Die Obstwiesen nehmen lehmigen Ackern sagen mir was ganz anderes
Wenn man Zeit, Geld und die Lust dazu hat, kann man das natürlich machen, ansonsten gibt’s genug Obstbäume die damit klarkommen
Gemüse ist natürlich was anderes, das kannste vergessen bei lehmigen Boden, da ist ein Hochbeet die wahrscheinlich beste Lösung
Marschklei-Standort hier: die meisten Rosaceen (ziemlich alle gängigen Obstbäume) und bspw auch Walnüsse, sind eigentlich Auengewächse und von haus aus spezialisten für Lehmige, nährstoffreiche, nasse Böden. Gemüse – kommt drauf an welche Art und darauf wie nährstoffreich sein Boden tatsächlich ist.
Bei mir hab ich ein Wahnsinns Schneckenproblem und bin für Gemüse eh auf Hochbeete umgesattelt.
Was ich an diesem Lehmboden so hasse, ist das du nach ein paar Schritten auf diesem nassen Zeug immer schwerere Schuhe bekommst weil immer mehr und mehr an den Sohlen klebt.
Ansonsten empfehle ich: einfach machen, weil nicht jedes Gartenjahr gleich ist, mal gelingt dieses besser, mal jenes, dann regnet es mehr, mal weniger, mal diese Schädlinge, mal schlechtes Saatgut und so weiter, so sind die Erträge immer unterschiedlich, was bleibt ist der Spaß.
Wir haben hier auch lehmigen Boden. Wir sind hergegangen und haben im ersten Jahr eine gute schickt Kompost drauf (ca 10cm). Hat ganz gut funktioniert, aber der Kompost trocknet schnell aus, deswegen Mulchen.
Auf einer anderen Stelle haben wir ein Heubeet angelegt (Fette schicht heu und einfach warten, im ersten Jahr haben wir an den Pflanzstellen Kompost eingearbeitet und den Kürbissen ging’s super). Im dritten Jahr haben wir schon eine 10cm humus Schicht ca.
Bei den Kompostbeeten haben wir in den nächsten Jahren immer Kompost nach und auch mal umgegraben.
Wenn du direkt im ersten Jahr ein guten Gartenboden haben möchtest, dann Kompost sand und fräsen. Ansonsten Stück für Stück ein Boden aufbauen mit Gründüngung, Mulch und Kompost. Wird schon…
Lehmboden ist guter Boden. Er speichert Wasser und Nährstoffe sehr gut.
Es ist nur ein schwer zu bearbeitender Boden.
Sprich umgraben macht noch weniger Spaß als bei Sandboden.
Und er erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Zu nass beim graben, verdichtet und verschmiert man ihn.
Zu trocken muss man den Spaten mit dem Hammer einschlagen.
Wenn du Probleme hast mit Verdichtung hilft Ölrettich ungemein. Aber Anfang der Blüte abmähen, sonst säht er sich aus.
Über die Jahre wirds durch die stetige Kompost beigabe einfacher.
Wie bei jedem Boden.
Die Profigärtner werden vermutlich gleich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – trotzdem: auf meinem Grundstück habe ich stellenweise so harten Lehmboden, dass man ihn im Sommer mit der Spitzhacke aufbrechen muss. Das hat mich nie davon abgehalten einjährige Gemüsepflanzen auszuprobieren. Einfach so, mit der Erde die es hier gibt. Kohl, Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Möhren, Radieschen usw. Hat bisher immer funktioniert. Klar gibt’s manchmal ein Pflänzchen, dass es nicht schafft. Aber wenn du nicht auf maximalen Ertrag angewiesen bist, würde ich einfach mal versuchen was gut geht und was nicht. Hier stehen außerdem teils über 30 Jahre alte Pflanzen, Äpfel, Kirschen, Weintrauben, Feigen, Himbeeren, Johannisbeeren… Die Zierpflanzen lasse ich mal außen vor.
Dazu kommt dass der Boden fürs Ökosystem total wertvoll ist. Mauer und Erdbienen Schwalben Insekten… Ich habe mich mit dem Boden angefreundet.
Ich habe auch sehr lehmigen Boden und habe mich deswegen für Hochbeete entschieden. Direkt in den Boden kommen nur BeerenSträucher und Obstbäume. Es war mir zu aufwendig den Boden aufzubessern und kann die Hochbeete auch noch aufstocken, sodass sie im Alter höher sind und ich mich nicht so viel bücken muss
Man kann auf fast jedem Boden was anbauen und jeder Boden hat seine Stärken. Lehmboden ist per se schon mal ziemlich reich an mineralischen Nährstoffen. Nach Schwarzerde gehören Lehmböden zu den besten Landwirtschaftsflächen. Wenn er mal ordentlich nass ist, dann hält Lehmboden das Wasser auch sehr lange. Außerdem nimmt er auch im ausgetrockneten Zustand sehr gut Wasser auf, wenn es nicht gerade eine Schräge ist oder einen Wolkenbruch gibt, aber dann bekommt selbst Sandboden Schwierigkeiten.
Natürlich gibt es auch Nachteile. Der Boden wird erst spät warm, so dass du später aussäen kannst und die Pflanzen sich langsamer entwickeln. Du hast ein enges Zeitfenster für die Bearbeitung, in dem der Boden nicht entweder wie Fensterkitt oder schon wieder hart zusammengebacken ist. Wurzelgemüse wird allgemein nicht so besonders gut, weil die Wurzeln klein und krumm bleiben. Einige besonders fiese Wurzelunkräuter wie Quecke und Ackerwinde wohnen da hingegen sehr gerne.
Unterm Strich ist es also sinnvoll mit dem Boden zu arbeiten, damit er lockerer wird und mehr Kohlenstoff/Biomasse rein kommt. Ohne Umgraben wird das nicht funktionieren. Erstens bringt das schon mal Luft in den Boden und zweitens kann man so Sand und Kompost oder Mist einarbeiten. Allerdings ist es mit einmal Bearbeiten nicht getan. Bis sich spürbar was am Boden tut, geht da überraschend viel Sand rein und Biomasse wird ja ständig abgebaut. Da muss man spätestens alle paar Jahre was nachlegen.
Bei Obstbäumen gibt es auch Unterlagen, die mit Lehm besser klar kommen. Die regionalen Baumschulen haben das passende.
Wir haben vor 5 Jahren ein Grundstück gekauft, dessen Garten aus Rasen und Thujahecke bestand. Was wir nicht wussten: Darunter reiner Lehmboden. Die Gehölze und Obstbäume, die wir gesetzt haben, kamen sehr gut zurecht, denn Lehm hält die Feuchtigkeit sehr gut, in der Baumschule sagte man auf meine Beschwerde, solch ein Boden sei ein „großer Segen“. Selbst Blaubeere gedeiht gut, nachdem wir ihr ein „sandiges“ Umfeld geschaffen hatten. Tafelwein an einer warmen Mauer fühlt sich sehr wohl.
Beim Gemüse sieht es anders aus, da hatten wir im ersten Jahr auf Bodenbeeten nur schlechte Erfahrungen. Deshalb ab Jahr zwei alles in zwei riesige Hochbeete. Für Kräuter gibt’s eine Kräuterschnecke. Einfach drauf auf die Rasenschicht. Bei den Staudenbeeten haben wir immer wieder Kompost eingebracht (jetzt, nach 5 Jahren reicht der eigene produzierte für den Garten aus) und stets mit Holzheckseln gemulcht. Zwischen die Stauden immer mal wieder Sonnenblumen und Wegwarte (wächst hier wie Unkraut) gesetzt, natürlich nicht „abgeräumt“, bis die Stängel im Frühjahr von selbst umfallen, Wurzeln unbedingt drin lassen). Auch hier sehen wir jetzt Erfolge, da die oberen 30 cm etwa spitzen Bodenqualität und -Leben haben. Wenn wir jetzt die Lehm-typischen Beikräuter (insb. Zinnkraut) etwas in den Griff kriegen, bin ich zufrieden. Aber Bodenaufbau dauert seeehr lange…
Was ich gemacht habe: Rahmenbeete gebaut ca 20cm hoch und mir ein paar Kubikmeter Kompost bestellt. Dann einfach 20 cm Kompost oben auf die Erde und da reingepflanzt. Hat bei mir eigentlich ziemlich gut funktioniert
Ich sage nur YouTube „Wurzelwerk“
Sie erklärt dir genau was Du machen musst und auch da Gemüse anbauen zu können.
Absolut genialer Kanal und Frau 👩
Ich hab dieses Jahr sogar wieder in meinen Gemüsegarten Lehm hinzugefügt. Der Boden wsr einfach schon zu locker die obersten 2 cm haben kaum Wasser gehalten
Bäume werden kein Problem haben. Tomaten meiner Erfahrung auch nicht. Ich vergrabe gerne das Laub vor dem ersten frost. Das lockert ordentlich auf
Meiner ist viel schlimmer. Jetzt kannst stundenlang darüber lesen und mehrere Jahre probieren mit Sand das ganze aufzubessern obwohl nur plastirohre vergraben etwas bringen würde (wenn du mehrere Meter Lehm hast). Oder du überspringst die Phasen und pflanzt einfach ein was du willst. Wenn was nach 2 Jahren noch immer nicht geht pflanz was anderes. Ignoriere die Warnhinweise bei Pflanzen wo draufsteht „schlecht bei Staunässe“ den in Wirklichkeit ist Staunässe bei 99,99% der Gartenpflanzen schlecht. Einfach Pflanzen und schauen was geht.
Wird Zeit Dorodangos zu machen
Wenn euer Grünabfallsammelplatz Kompost abgibt, würde ich einfach leicht erhöhte Beete machen (12-15 cm).
Ansonsten Google mal No-Till / no-dig. (Sparst dir das abtragen der Grasnarbe)
Same here.
Sand. Viel Sand. Die Grasnarbe kann bleiben, aber nur wenn Du bis nächstes Jahr Zeit hast. Dann kann man das Gras großflächig mit zuerst Pappe, dann viel Kompost und Sand(sagte ich schon viel Sand?) abdecken und warten bis die Regenwürmer den Job erledigen was auch mal Jahre dauern kann, je nachdem wie aktiv Dein Bodenleben ist.
Wenns schneller gehen muss, Gartenfräse ausleihen, denn von Hand umgraben ist eine echte Plackerei bei Lehmboden. Allerdings musst Du dann in den Folgejahren mit mehr Unkrautdruck und Schneckenbefall rechnen.
Seitdem ich nicht mehr umgrabe sondern nur noch mit Gabel auflockere, sind letztere beide Probleme deutlich geringer geworden. Aber am Anfang wird Dir wohl nichts anderes übrige beleiben, wenn Du noch dieses Jahr starten willst.
Ich stand vor 5 Jahren vor dem gleichen Problem, mittlerweile habe ich einen Recht guten Gemüsebauboden, aber das geht leider nicht über Nacht. Ich sage lieber nicht wieviel Schubkarren Sand, Pferdemist und Kompost ich dafür fahren musste und das sind gerade mal knapp 200 qm.
Ich habe in meine erde gerade wieder selbstgemachte pflanzenkohle untergemischt. Ich hababsolut keine belasrbare erfahrung, aber ich würde es mir in deiner situation anschauen. Pflanzenkohle halftime den Boden zu belated, wasser und nährstoffe zu speichern. Pflanzenkohle ist nicht trivial, aber auch kein hexenwerk
Wir haben laut Bodenkarte „lehmigen Sand“ als Boden. Wir haben jetzt mehrere Tonnen Kompost untergearbeitet, Boden mit der Grabegabel aufgebrochen und anschließend mit der Hacke 10cm Kompost untergearbeitet.
Das geht ganz gut für unseren eher leichten Lehm. Wenn er schwerer wird. Dann wird es wohl auch schwerer den Bogen zu verbessern.
Joar, also folgendes. Boden großzügig mit Pferdemist, Sand, Stroh und Hackschnitzel bedecken und dann mit einer Bodenfräse ran ans Werk. Brauchst aber schon eine an einem Traktor oder eine die wirklich tief gehen kann.
Im Endeffekt gibt es viele Pflanzen die gut mit Lehm Boden klar kommen aber du willst ja auch mal was anderes im Garten haben. Du wirst locker ein Jahrzehnt jedes Jahr den Boden mit genau dieser Technik auflockern müssen, bis du den Lehmboden im Griff hast.
Eigentlich 30cm, besser 50cm rausschmeißen und mit gutem Mutterboden auffüllen. Wenn man schon dabei ist ne Drainage unten rein und fertig. Ich habe bei mir alles angepfanzte in Töpfen, da alles andere nicht langfristig weiterhilft
No dig beet anlegen und in 3 Jahren hast du dort wunderbaren Boden!
Hi, ich habe auch schon mit Lehmboden gearbeitet. Am besten ist es, den Boden nur zu belüften und nicht umzudrehen. Dafür kannst du eine Grabegabel oder Broadfork benutzen und den Boden einfach lockern.
Danach würde ich etwa 12–20 cm guten Kompost auf das Beet geben.
Wenn du das Beet gerade nicht nutzt, zum Beispiel im Winter, kannst du eine Zwischenfrucht säen. Das hilft dem Boden sehr.