
Foto: YONHAP News Präsident Lee Jae Myung warnte das herrschende Lager davor, davon auszugehen, dass es nach Belieben handeln könne, nur weil es an der Macht sei, und sagte, es dürfe niemals die kollektive Weisheit der Öffentlichkeit unterschätzen. In einem Social-Media-Beitrag am Samstag schrieb Lee, dass Autorität auch bedeutet, ein gleiches Maß an Verantwortung zu tragen. Er sagte, die größte Verantwortung eines Präsidenten bestehe darin, das Volk zu vereinen, und wies darauf hin, dass ein Kandidat während einer Wahl zwar eine Seite vertrete, der Präsident jedoch nach seiner Amtszeit die gesamte Nation vertreten müsse. Lee fügte hinzu, dass Entscheidungen zu öffentlichen Themen wann immer möglich Diskussion, Konsensbildung und Kompromisse erfordern, und betonte, dass unterschiedliche Meinungen ihre eigene Gültigkeit haben und nicht einfach nur richtig oder falsch sind. Er warnte davor, dass es zu extremer Konfrontation und schließlich zum Scheitern führen kann, wenn man die eigene Ansicht als absolute Wahrheit betrachtet und andere als falsch abtut. Lee sagte auch, dass die politischen Interessen von Einzelpersonen oder Gruppen niemals die Zukunft der Nation oder das öffentliche Wohl überwiegen sollten, und betonte, dass die Öffentlichkeit, die sich seiner Meinung nach zu einer Form kollektiver Intelligenz entwickelt habe, nicht getäuscht werden dürfe.