Der Streik im Juni 1917 in der Eisen- und Stahlindustrie sowie die Gründung der ersten Gewerkschaften wenige Monate zuvor im Herbst 1916 waren eine direkte Folge der Verschlechterung der Lebensbedingungen von Arbeitern, Beamten und Beamten während der Nahrungsmittelkrise. Trotz der prekären Versorgungslage im Winter 1916–1917 lehnte die Regierung jede Vermittlung mit den unnachgiebigen Arbeitgebern wie Émile Mayrisch aus Diddeleng ab. Dies entsprach nicht den Forderungen der Gewerkschaftsführer, die eine Lohnerhöhung um 50 %, eine Lösung der Nahrungsmittelknappheit und die Anerkennung von Gewerkschaften und Tarifverträgen forderten.

Am 29. und 30. Mai beschlossen Tausende Arbeiter zu streiken, und am 1. Juni beteiligten sich etwa 800 Arbeiter an einer öffentlichen Demonstration in Diddeleng. Am 31. Mai rief Oberst Tessmar, der Kommandeur der Besatzungstruppen, den Belagerungszustand aus. Bewaffnete deutsche Soldaten patrouillierten in den Städten in Minett und verhinderten die Aufstellung von Streikposten in Diddeleng. Am 31. Mai wurde ausländischen Arbeitern aus Ländern, die sich im Krieg mit Deutschland befanden, mit der Abschiebung gedroht, damit sie am nächsten Tag nicht zur Arbeit zurückkehren würden.

Am 5. Juni rief Tessmar die Gewerkschaftsführer zu sich und erklärte ihnen, dass die deutsche Wehrmacht einen Streik in einer so frontnahen Region in den Fabriken und in Lothringen nicht dulden würde. Bei weiteren Protesten sollten die Anführer vor Gericht gestellt und verhaftet werden. Unter der Drohung deutscher Bajonette scheiterte der Angriff. In Diddeleng wurden 54 Fabrikarbeiter und 12 Minenarbeiter entlassen.

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Von OriginalChemical8146

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