Abgeordneter und ehemaliges Ratsmitglied von Seoul wegen Wahlbestechung festgenommen

Foto: YONHAP News Ein Gericht in Seoul hat Untersuchungshaftbefehle gegen den inzwischen unabhängigen Abgeordneten der Demokratischen Partei, Kang Sun-woo, und das ehemalige Seouler Ratsmitglied Kim Kyung erlassen, weil ihm vorgeworfen wurde, Kang habe als Gegenleistung für seine Kandidatur bei einer Kommunalwahl Geld von Kim angenommen. Das Seoul Central District Court erließ die Haftbefehle am Dienstag und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich der Vernichtung von Beweismitteln. Kang und Kim werden nach dem Political Funds Act und dem Improper Solicitation and Graft Act sowie wegen Untreue und Bestechung angeklagt. Kang soll im Januar 2022, fünf Monate vor den Kommunalwahlen, in einem Hotel im Seouler Bezirk Yongsan 100 Millionen Won oder rund 68.000 US-Dollar von Kim angenommen haben. Kim gewann schließlich die Parteinominierung. Die Anschuldigungen tauchten Ende letzten Jahres mit der Veröffentlichung einer Audiodatei vom April 2022 auf, in der der zweimalige Abgeordnete die Transaktion angeblich mit der nun unabhängigen DP-Abgeordneten Kim Byung-kee bespricht, die damals die Nominierungen der DP überwachte. Da es sich bei Kang um eine amtierende Abgeordnete handelt, deren Festnahme und Inhaftierung die Zustimmung des Parlaments erfordert, beantragte das Gericht die Zustimmung, nachdem es ihre Inhaftierung beantragt hatte. Die Nationalversammlung stimmte dem Antrag während einer Plenarsitzung am 24. Februar zu, mit Unterstützung von 164 der 263 anwesenden Abgeordneten.

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