
Die Bewegungen von US-Militärflugzeugen in Saudi-Arabien haben zugenommen, obwohl Riad erklärt hat, dass es nicht zulassen werde, dass sein Territorium für militärische Operationen gegen den Iran genutzt werde. Reuters berichtete, dass am 21. aufgenommene hochauflösende Satellitenbilder mindestens 43 US-Militärflugzeuge auf der Prince Sultan Air Base zeigen. Das ist ein starker Anstieg im Vergleich zu 27 Flugzeugen, die auf Bildern vom 17. identifiziert wurden. Die Bilder zeigen 13 KC-135 Stratotanker und sechs E-3 Sentry-Flugzeuge, allgemein bekannt als AWACS. Die KC-135 ermöglicht die Betankung von Kampfflugzeugen und Bombern in der Luft. Am 21. aufgenommene Satellitenfotos zeigen außerdem 29 große Flugzeuge mit nach hinten geschwungenen Flügeln. Auf den Bildern vom 17. waren nur 11 Flugzeuge desselben Typs zu sehen. Saudi-Arabien hat dem Iran kürzlich mitgeteilt, dass es nicht zulassen werde, dass sein Luftraum oder Territorium für US-Militäroperationen genutzt werde. Die neuesten Bilder deuten jedoch darauf hin, dass die US-Streitkräfte ihre Präsenz im Königreich verstärkt haben. Die Prince Sultan Air Base beherbergt seit Jahrzehnten US-Truppen. Die Vereinigten Staaten haben kürzlich mehr als 150 Militärflugzeuge auf Stützpunkten in Europa und im Nahen Osten stationiert. Das ist die größte derartige Aufrüstung seit dem Irak-Krieg 2003. Zuvor hatte Präsident Donald Trump gewarnt, dass innerhalb von 10 bis 15 Tagen „wirklich schlimme Dinge“ passieren würden, wenn der Iran keine Einigung erzielt. Die Vereinigten Staaten und der Iran führten am Vortag in Genf (Schweiz) eine dritte Runde der Atomgespräche durch, konnten jedoch keine Einigung erzielen. Nach den Gesprächen sagte Omans Außenminister Badr Albusaidi, beide Seiten würden sich mit ihren Regierungen beraten und die Gespräche auf technischer Ebene nächste Woche in Wien wieder aufnehmen.