







Jeden Tag um 16 Uhr wird es im Kyiv Independent-Büro dunkel.
Nach stundenlangem Arbeiten ohne Heizung verschwindet auch der Strom. Der Generator schaltet sich zum Abkühlen 30 Minuten lang ab. Laptop-Bildschirme werden zum einzigen Licht im Raum. Das einzige Geräusch ist das Klopfen der Finger auf der Tastatur. Kalte Hände bewegen sich langsam und bleiben von Zeit zu Zeit stehen, wenn warme Luft in sie eingeatmet wird, um das Gefühl wiederzugewinnen.
Draußen sinken die Temperaturen auf -15 Grad Celsius (4 Grad Fahrenheit). Drinnen fühlt es sich nicht viel wärmer an. Niemand zieht mehr seine Jacke aus, wenn er im Büro ankommt. Mützen bleiben auf, Schals fest eingewickelt. Ab und zu geht jemand mit einer Decke bedeckt vorbei. Heutzutage ist es die einzige Möglichkeit, länger als eine Stunde sitzen zu bleiben.
"Es wurde definitiv schwieriger, an irgendetwas zu denken und sich auf etwas zu konzentrieren, nicht nur auf die Arbeit." Videokünstlerin Nastia Kasinchuk sagt.
Nach den Massenangriffen Russlands auf die Energieinfrastruktur Kiews am 9. Januar blieben 70 Prozent der Stadt ohne Strom, und über 6.000 Wohngebäude verloren sowohl Wärme als auch Licht. Am 24. Februar – dem vierjährigen Jahrestag der groß angelegten Invasion – sind in den Kiewer Bezirken Dniprovskyi und Darnytskyi immer noch mehr als 1.100 Wohngebäude ohne Heizung.
Für viele Mitarbeiter des Kyiv Independent wurde das Büro – trotz der Kälte – zu einem der wenigen Orte, an denen man sich noch auf Strom und stabiles Internet verlassen konnte.
Lesen Sie hier die ganze Geschichte über unser Team in Kiew: https://kyivindependent.com/in-the-cold-and-dark-kyiv-independents-team-continues-working-to-report-on-russian-aggression/
Foto: Elena Kalinichenko (@reinelen); Olena Zashko (@helena_zashko) / The Kyiv Independent.
https://www.reddit.com/gallery/1rea8vi
Von KI_official