
Moin zusammen,
ich bräuchte mal eure Einschätzung und ein paar Tipps für meine Obstwiese in Schleswig-Holstein.
Die Eckdaten:
Standort: Ehemalige Pferdekoppel, daher ist der Boden (sandig/schluffig) leider verdichtet.
Lage: Fast den ganzen Tag volle Sonne, dafür aber auch sehr windig. Die Fläche ist ca. 50m x 70m groß.
Die meisten Bäume wurden letztes Frühjahr gepflanzt. Leider gab es schon ein paar Ausfälle: Die beiden Esskastanien, die Indianerbanane und die Zitrone sind eingegangen bzw. gar nicht erst ausgetrieben. Diese drei Pflanzen waren Containerware. Der Großteil wurde jedoch wurzelnackt gepflanzt.
Wobei ich Hilfe gebrauchen könnte:
Nachpflanzung: Was könnte ich für die leeren Plätze nehmen? Ich suche etwas Robustes, das mit dem Wind und dem verdichteten Boden klarkommt. Der Fokus liegt nicht auf Ertrag sondern auf langlebige, diverse und besondere Gehölze.
Beeren-Hecke: Ich möchte in der kommenden Saison eine Beeren-Hecke als Begrenzung und Windschutz außenherum pflanzen. Welche Sorten packen den sandigen Boden und den Wind in SH am besten?
Bodenverbesserung: Habt ihr Tipps, wie ich die Verdichtung (ehemalige Koppel) in den Griff bekomme, ohne die bestehenden Wurzeln zu beschädigen? Hätte vor dieses Jahr mit Düngelupinen und evtl. einer Sprenglanze zu arbeiten.
Danke schon mal für eure Ideen!
Von No-Spar3
11 Kommentare
Schütze deine Bäume mit Partnerbäumen
Ich würde aufpassen, dass nicht die ganz großen Birnen und Nüsse den Rest verschatten. Die haben einen ganz anderen Platzbedarf als Apfel/Zwetschge
Was für Bäume sind es; Hochstamm, Halbstamm? Auf welchen Unterlagen?
Wie sind die Pflanzabstände?
Wie wird die Fläche bewirtschaftet? Maschinell, Tiere?
Was ist der pflanzabstand? Kann deine Schrift nicht lesen 🙂
Pawpaws (Indianerbanane) sind zickig beim umpflanzen. Ich habe meine nur knapp durch die ersten 2 Jahre bekommen. Außerdem sollte man eher 2 Pflanzen, weil wohl nur Prima 1216 halbwegs selbstfruchtend sein soll.
Ein Apfel fehlt mir in der Liste: Schöner aus Boskoop.
Also ich würde noch eine weitere Kirsche pflanzen. Ist bisher nur eine einzige, wenn ich das richtig lese. Und Kirsche kommt doch eigentlich gut zurecht mit den Gegebenheiten.
Finde es generell gut überlegt! Schöne Wiese!
Tiefwurzelnde Gründüngerpflanzen wie Ölrettich, Lupinen, Sonnenblumen, Phacelia und Luzerne eignen sich hervorragend, um verdichtete Böden intensiv zu lockern, Nährstoffe aus tiefen Schichten hochzuholen und den Humusgehalt zu verbessern. Sie werden meist zwischen Frühjahr und Herbst ausgesät, um schwere Böden zu durchbrechen und vor Erosion zu schützen. Da würde mich dann aber interessieren wie Du den Boden für die Aussaat vorbereiten willst?
Ich würde da Schlehe nehmen und vielleicht noch amelanchier, Holunder und viburnum. Bodenverbesserung mit ner 50:50 Mischung alte Erde mit pflanzerde einfach um etwas Lockerung und Nährstoffe ran zu bringen. Die Orange wird auch nicht ewig im eingepflanzten Zustand dort packen. Das kann ich mir selbst mit überwinterungsschutz nur schwer vorstellen. Als Ersatz kann man doch aus den Äpfeln was raus holen. Verbissschutz nicht vergessen und verdunstungsschutz Anstrich. Was auch nicht fehlen sollte ein Wassersack
Dir Walnüsse und Kastanien sind mit ca 7m Abstand sehr eng. Da wurde ich mindestens 12m einplanen
Hallo!
Das hier hilft dir sicher sehr weiter: https://www.esto-project.eu/fileadmin/bilder/de/Materials/expert_text/Guideline_traditional_orchard_management_Leitfaden_hochst%C3%A4mmiger_Obstbau_DE.pdf
Die Indianerbanane und die Kaki wachsen recht langsam, das solltest du bedenken.
Zudem würde ich dir bei der Indianerbanane einen weiteren Baum empfehlen, das steigert die Ernte.