
Foto: YONHAP News Handelsvertreter aus Südkorea und den USA haben über amerikanische Autoimporte nach Südkorea und nichttarifäre Handelshemmnisse gesprochen, darunter auch Fragen im Zusammenhang mit dem digitalen Sektor. Die Gespräche fanden am Mittwoch in Seoul zwischen Handelsminister Yeo Han-koo und der besuchenden US-Delegation unter der Leitung des stellvertretenden Handelsbeauftragten Rick Switzer statt. Berichten zufolge haben sich die beiden Seiten über die Umsetzung der vereinbarten Bedingungen in den nichttarifären Bereichen im Rahmen des im letzten Jahr angekündigten gemeinsamen Faktenblatts sowie über die geplante künftige Erfüllung beraten. Nach Angaben des Seouler Ministeriums für Handel, Industrie und Ressourcen einigten sich beide Seiten im Rahmen des gemeinsamen Faktenblatts darauf, die Obergrenze für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Sicherheitsstandards bei US-Autos abzuschaffen und Seoul dazu zu verpflichten, nichtdiskriminierende Verpflichtungen für US-Unternehmen im digitalen Handel zu erfüllen. Letzten Monat schickte James Heller, der Geschäftsträger ad interim der US-Botschaft in Seoul, einen Brief an die südkoreanische Regierung, in dem er IKT-Minister Bae Kyung-hoon als Hauptempfänger nannte und die Durchsetzung von Folgemaßnahmen zum gemeinsamen Informationsblatt forderte. Der Brief löste Spekulationen aus, dass Washington den Druck auf Seoul wegen seiner Vorschriften für digitale Dienste erhöhen könnte.