>Die wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes angeklagten Brüder im Raser-Prozess ignorierten seit ihrer Jugend sämtliche Regeln im Straßenverkehr und kamen offenbar immer wieder damit durch. Zahlen und Fakten bestimmten am Dienstag das Verfahren vor der 19. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart. […]
Der 32-jährige erfasste bei einem Autorennen mit seinem Bruder und ihrem jüngeren Cousin durch die Ludwigsburger Innenstadt im März vergangenen Jahres den Wagen zweier Freundinnen. Da hatte er den Führerschein gerade erst zwei Monate zuvor nach einer langen Sperre wieder bekommen. Die sogenannte Fahrerlaubnisakte des älteren umfasst 113, die des jüngeren Bruders immerhin noch 67 Einträge. […]
Ist halt politisch so gewollt. Kann man nichts machen.
NordicEnthusiast2025 on
Wer in Deutschland jemand umbringen will, macht das mit einem Auto. Dann passiert in aller Regel nichts. #RIPnatenom
TheoFontane on
Deutschland ist bezüglich Autonutzung wirklich ein CDU-Fiebertraum.
Wer irgendwie aktenkundig mal mit Cannabis in Kontakt gekommen ist, verliert oft und auch nach der Teillegalisierung seinen Lappen aus Prinzip.
Wer jahrelang Regeln missachtet oder gar Menschen totfährt erhält den Führerschein oft unbürokratisch nach einer gewissen Wartezeit.
In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der aufm Dorf im vollsuff eine Fahrradfahrerin totgefahren hat und nach 5 Jahren Sperre (und jahrelangem illegalen Fahren) jetzt wieder bei jedem Dorffest bechert und stolz seinen getunten GTi fährt. Das MPU und Verkehrsstrafen-System ist komplett gaga.
modsuwakusoyarou on
>Fahren ohne eine Fahrerlaubnis, Trunkenheit, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder unerlaubt einen Unfallort verlassen – nur wenig Delikte ließen die 32 und 36 Jahre alten Brüder aus. Zwar entzog das zuständige Landratsamt Ludwigsburg den beiden, die gemeinsam eine Autowerkstatt betrieben, mehrmals den Führerschein, doch immer wieder schafften sie es mit einem vorgelegten psychologisch-medizinischen Gutachten, diesen zurückzubekommen.
Führerschein behalten ist in Deutschland ja auch Menschenrecht.
Das ist quasi Folter, wenn man Menschen den Führerschein auf Lebenszeit entzieht und deshalb nicht gewünscht.
Die dadurch verursachten Toten und Schwerverletzten sind ein Opfer mit dem wir als Autofahrernation gerne ertragen.
/s
Mean_Ranger_4807 on
Peinlich.
curia277 on
„Die sogenannte Fahrerlaubnisakte des älteren umfasst 113, die des jüngeren Bruders immerhin noch 67 Einträge.“
Dieser Wahnsinn muss endlich ein Ende haben. Die derzeitigen deutschen Regelungen zum Führerscheinentzug sind viel viel zu lasch.
Insbesondere die maximale zeitliche Begrenzung in Deutschland für einen Entzug sind viel zu niedrig. Wie der Fall zeigt, sind die „Untersuchungen“ zwecks Wiedererlangung des Führerscheins keineswegs eine große Hürde.
Abhilfe schafft nur, solchen chronische Rasern im Straßenverkehr für eine langen Zeitraum den Führerschein zu entziehen. Dann wird man bei extremen und beharrliche Rechtsverstößen halt zB für 10 oder 15 Jahre gesperrt, bevor man überhaupt mit Untersuchungen für den Neuantrag beginnen kann. Das ist bei beharrlichen Straftätern im Straßenverkehr zumutbar. Deutschland ist ein dicht besiedeltes Land, in dem man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht kommt.
Und bei Fahren ohne Fahrerlaubnis ist dringend notwendig, das Fahrzeuge als Tatmittel dauerhaft einzuziehen. Klar, das ist dann ein Verlust von einigen Zehntausend € für den Täter, aber er hat es sich selbst zuzurechnen.
Diese beide jungen Frauen hatten ihr ganzes Leben noch vor sich. Es ist erstaunlich, wie extrem zurückhaltend man in Deutschland mit jeder Sanktion bei rechtswidrigen Handlungen ist, stets unter Verweis auf angeblich schützenswerte Belange von Tätern. Die unverzichtbaren Rechtsgüter von Opfern – hier das Leben – hakt man dagegen schnell mit „Einzelfall“ und „tragisch“ ab.
Cosmic_Surgery on
Diese ganze MPU Industrie ist mittlerweile wie Ablaßhandel. Wenn du Kohle hast kaufst du dich frei. MPU Trainings verbieten oder die MPU zumindest so gestalten, dass man da nicht mit Gefälligkeitsgutachten durchkommt
BenderDeLorean on
Traurige tja Geräusche
3chord-mindset on
Nein, doch, ooochh
Independent-Slide-79 on
Deutschland is so ein gottloses Autoland. Die Terroristen auf 4 Rädern haben ja auch Rettungswägen blockiert und kaum was dafü bekommen. Weil wurd ja nicht „aufgezeichnet „…
luettmatten on
So viel zum Schwur der Politiker Schaden vom Volk abzuwenden. Wenn sie wollten könnten sie.
Skyobliwind on
Raser ignorieren Regeln im Straßenverkehr? Oh, ok das hatte ich nicht erwartet…
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13 Kommentare
>Die wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes angeklagten Brüder im Raser-Prozess ignorierten seit ihrer Jugend sämtliche Regeln im Straßenverkehr und kamen offenbar immer wieder damit durch. Zahlen und Fakten bestimmten am Dienstag das Verfahren vor der 19. Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stuttgart. […]
Der 32-jährige erfasste bei einem Autorennen mit seinem Bruder und ihrem jüngeren Cousin durch die Ludwigsburger Innenstadt im März vergangenen Jahres den Wagen zweier Freundinnen. Da hatte er den Führerschein gerade erst zwei Monate zuvor nach einer langen Sperre wieder bekommen. Die sogenannte Fahrerlaubnisakte des älteren umfasst 113, die des jüngeren Bruders immerhin noch 67 Einträge. […]
[https://archive.ph/sSIEw](https://archive.ph/sSIEw)
Ist halt politisch so gewollt. Kann man nichts machen.
Wer in Deutschland jemand umbringen will, macht das mit einem Auto. Dann passiert in aller Regel nichts. #RIPnatenom
Deutschland ist bezüglich Autonutzung wirklich ein CDU-Fiebertraum.
Wer irgendwie aktenkundig mal mit Cannabis in Kontakt gekommen ist, verliert oft und auch nach der Teillegalisierung seinen Lappen aus Prinzip.
Wer jahrelang Regeln missachtet oder gar Menschen totfährt erhält den Führerschein oft unbürokratisch nach einer gewissen Wartezeit.
In meinem Bekanntenkreis gibt es jemanden, der aufm Dorf im vollsuff eine Fahrradfahrerin totgefahren hat und nach 5 Jahren Sperre (und jahrelangem illegalen Fahren) jetzt wieder bei jedem Dorffest bechert und stolz seinen getunten GTi fährt. Das MPU und Verkehrsstrafen-System ist komplett gaga.
>Fahren ohne eine Fahrerlaubnis, Trunkenheit, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder unerlaubt einen Unfallort verlassen – nur wenig Delikte ließen die 32 und 36 Jahre alten Brüder aus. Zwar entzog das zuständige Landratsamt Ludwigsburg den beiden, die gemeinsam eine Autowerkstatt betrieben, mehrmals den Führerschein, doch immer wieder schafften sie es mit einem vorgelegten psychologisch-medizinischen Gutachten, diesen zurückzubekommen.
Führerschein behalten ist in Deutschland ja auch Menschenrecht.
Das ist quasi Folter, wenn man Menschen den Führerschein auf Lebenszeit entzieht und deshalb nicht gewünscht.
Die dadurch verursachten Toten und Schwerverletzten sind ein Opfer mit dem wir als Autofahrernation gerne ertragen.
/s
Peinlich.
„Die sogenannte Fahrerlaubnisakte des älteren umfasst 113, die des jüngeren Bruders immerhin noch 67 Einträge.“
Dieser Wahnsinn muss endlich ein Ende haben. Die derzeitigen deutschen Regelungen zum Führerscheinentzug sind viel viel zu lasch.
Insbesondere die maximale zeitliche Begrenzung in Deutschland für einen Entzug sind viel zu niedrig. Wie der Fall zeigt, sind die „Untersuchungen“ zwecks Wiedererlangung des Führerscheins keineswegs eine große Hürde.
Abhilfe schafft nur, solchen chronische Rasern im Straßenverkehr für eine langen Zeitraum den Führerschein zu entziehen. Dann wird man bei extremen und beharrliche Rechtsverstößen halt zB für 10 oder 15 Jahre gesperrt, bevor man überhaupt mit Untersuchungen für den Neuantrag beginnen kann. Das ist bei beharrlichen Straftätern im Straßenverkehr zumutbar. Deutschland ist ein dicht besiedeltes Land, in dem man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht kommt.
Und bei Fahren ohne Fahrerlaubnis ist dringend notwendig, das Fahrzeuge als Tatmittel dauerhaft einzuziehen. Klar, das ist dann ein Verlust von einigen Zehntausend € für den Täter, aber er hat es sich selbst zuzurechnen.
Diese beide jungen Frauen hatten ihr ganzes Leben noch vor sich. Es ist erstaunlich, wie extrem zurückhaltend man in Deutschland mit jeder Sanktion bei rechtswidrigen Handlungen ist, stets unter Verweis auf angeblich schützenswerte Belange von Tätern. Die unverzichtbaren Rechtsgüter von Opfern – hier das Leben – hakt man dagegen schnell mit „Einzelfall“ und „tragisch“ ab.
Diese ganze MPU Industrie ist mittlerweile wie Ablaßhandel. Wenn du Kohle hast kaufst du dich frei. MPU Trainings verbieten oder die MPU zumindest so gestalten, dass man da nicht mit Gefälligkeitsgutachten durchkommt
Traurige tja Geräusche
Nein, doch, ooochh
Deutschland is so ein gottloses Autoland. Die Terroristen auf 4 Rädern haben ja auch Rettungswägen blockiert und kaum was dafü bekommen. Weil wurd ja nicht „aufgezeichnet „…
So viel zum Schwur der Politiker Schaden vom Volk abzuwenden. Wenn sie wollten könnten sie.
Raser ignorieren Regeln im Straßenverkehr? Oh, ok das hatte ich nicht erwartet…