
Foto: KBS-Nachrichtensprecher: Fusionsgespräche zwischen der regierenden Demokratischen Partei und der kleinen Partei „Rebuilding Korea Party“ haben einen Aufschwung erfahren. Führende Stimmen im herrschenden Lager lehnen den von Parteichef Jung Chung-rae vorgeschlagenen Zusammenschluss weiterhin ab und stellen seine Motive in Frage. Rosyn Park berichtet. Bericht: Der Vorsitzende der Demokratischen Partei (DP), Jung Chung-rae, bekräftigte während eines Führungstreffens am Montag die Notwendigkeit, eine mögliche Fusion mit der kleinen Partei „Rebuilding Korea Party“ zu besprechen. Jung betonte, die Entscheidung liege zwar bei der Basis, die beiden Parteien müssten sich jedoch im Interesse der Kommunalwahlen im Juni zusammenschließen. Doch seine Worte stießen sofort auf Widerstand. Lee Eon-ju, Mitglied des Obersten Rates der DP, beschuldigte Jung und Cho Kuk, den Vorsitzenden der Rebuilding Korea Party, hinter den Kulissen Pläne zu schmieden, um den Zusammenschluss zu ihrem eigenen politischen Vorteil voranzutreiben und ihren Präsidentschaftsambitionen zu dienen. Zwei weitere Ratsmitglieder sprachen sich ebenfalls gegen die Fusion aus. Auch die größte Oppositionspartei People Power Party (PPP) ist nach dem Ausschluss ihres ehemaligen Vorsitzenden Han Dong-hoon weiterhin von Machtkämpfen betroffen. Möglicherweise um den Fokus von ihrer prekären Lage abzulenken, hat die PPP eine Offensive gegen die Regierung und die rivalisierende DP gestartet und sich mit der Immobilienpolitik der Regierung, den Zollverhandlungen zwischen Südkorea und den USA und anderen Angelegenheiten von öffentlichem Interesse auseinandergesetzt. Die PPP ernannte außerdem den Abgeordneten Cho Jung-hoon zum Vorsitzenden ihres Talentrekrutierungsausschusses, offenbar in dem Bemühen, ihre Attraktivität und Basis vor den bevorstehenden Wahlen zu erweitern. Rosyn Park, KBS World Radio News.