
Diese Aufnahmen zeigen den Hallstätter Totenkult im Jahr 1961. In Hallstatt hat sich länger als anderswo die Tradition der Totenschädel-Verehrung gehalten. Der Verstorbene blieb meist 10-20 Jahre im Grab, bis der Schädel vom Totengräber aus der Erde genommen wurde. Schädel und Gebeine wurden danach im Freien gebleicht und anschließend kunstvoll bemalt. Die Schädelmalerei wurde hauptsächlich im 19. Jahrhundert gepflogen, vereinzelt aber auch noch im 20. Jahrhundert praktiziert. Musste ein Grab für ein neues Begräbnis freigemacht werden, wurden die Schädel, mitunter auch die Gebeine, in einem eigenen Beinhaus aufbewahrt. So entstand in Hallstatt eine der größten Totenschädel-Sammlungen der Welt. Mit der Bemalung und der Beschriftung der Schädel mit Namen oder Initialen wurde auch die Identität der Verstorbenen bewahrt. Zum Zeitpunkt der Filmaufnahmen war die Schädelmalerei in Hallstatt noch eine lebendige Tradition.
Den ganzen Film & weitere historische Highlights findet ihr auf filmarchiv.at.
https://v.redd.it/qfjgfogrjhfg1
Von QuastQuan
Ein Kommentar
Wusste ich nicht. Sehr spannend, Totenkult in Österreich hätte ich nicht gedacht. Hab immer gedacht, nur die Kirche würde da vl was machen. TIL