
Foto: KBS News Ein neuer Bericht der Bank of Korea (BOK) zeigt, dass für jedes Jahr, in dem junge Menschen arbeitslos sind, ihr Reallohn um sechs bis sieben Prozent sinkt und sie möglicherweise mit einer schwächeren lebenslangen Beschäftigungsstabilität konfrontiert sind. Laut der am Montag veröffentlichten Einschätzung der BOK zu den lebenslangen Auswirkungen des verzögerten Arbeitsmarkteintritts und der Wohnkostenbelastung für die junge Generation wird die Arbeitssuche für junge Menschen immer länger. Der Anteil der jungen Menschen, die mehr als ein Jahr brauchen, um ihren ersten Job zu finden, lag 2004 bei 24,1 Prozent, stieg aber bis 2025 auf 31,3 Prozent. Das BOK sagte, dies sei das Ergebnis der zunehmenden Arbeitsmarktstarrheit und der Präferenz der Unternehmen für die Einstellung erfahrener Arbeitskräfte. Dauerte die Arbeitslosigkeit eines jungen Menschen ein Jahr, lag die Wahrscheinlichkeit, fünf Jahre später einer regulären Beschäftigung nachzugehen, bei 66,1 Prozent, bei einer Dauer der Arbeitslosigkeit von drei Jahren sank die Wahrscheinlichkeit auf 56,2 Prozent. Der Bericht ergab, dass junge Menschen, die in der Anfangsphase ihrer Karriere mit längerer Arbeitslosigkeit konfrontiert sind, Chancen verpassen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und mehr zu verdienen. Das bedeutet, dass junge Menschen, wenn sie Schwierigkeiten beim Einstieg in den Arbeitsmarkt haben, d. h. wenn sie ihre ersten Schritte in der Erwachsenengesellschaft machen, sowohl unter niedrigen Löhnen als auch unter Arbeitsplatzunsicherheit leiden können. Die BOK sagte, ein ähnliches Phänomen betreffe Japans „Beschäftigungs-Eiszeit-Generation“, womit Menschen gemeint sind, die Mitte der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre in den Arbeitsmarkt eintraten und nach dem Platzen der Wirtschaftsblase des Landes mit schweren, langfristigen Einstellungsstopps konfrontiert waren.