Der fünfjährige Diplomatieplan der USA weckt in Südkorea Bedenken hinsichtlich digitaler Vorschriften

Foto: YONHAP News Das US-Außenministerium hat seinen offiziellen Agentur-Strategieplan für die Geschäftsjahre 2026–2030 veröffentlicht, in dem seine diplomatischen Prioritäten für die nächsten fünf Jahre dargelegt werden. Als oberste Priorität nennt der Plan die Stärkung der nationalen Souveränität der USA. Sie fordert außerdem die Stärkung der Monroe-Doktrin in der westlichen Hemisphäre, die Förderung von Frieden und Stabilität im Indopazifik, den Wiederaufbau von Allianzen mit europäischen Partnern, die Sicherung der technologischen Überlegenheit und die Ausrichtung der Auslandshilfe an den Interessen der USA. Im Rahmen des Souveränitätsabschnitts sagt das Ministerium, dass es die Fähigkeit der Amerikaner schützen wird, ihre Rechte frei von ausländischer Einmischung auszuüben. Dazu gehört die Gewährleistung der Meinungs-, Religions- und Gewissensfreiheit sowie das Recht, die Regierung ohne Behinderung von außen zu wählen und zu beeinflussen. Das Dokument warnt auch davor, dass einige ausländische Regierungen und internationale Organisationen Gesetze und Vorschriften erlassen, die diese Grundrechte einschränken. Darin heißt es, solche Regeln könnten sich auf US-Unternehmen auswirken und sogar Amerikaner im In- und Ausland ins Visier nehmen. Obwohl der Plan keine konkreten Länder nennt, haben Beamte in Washington und einige Kongressabgeordnete kürzlich die digitalen Regulierungen in Südkorea und der Europäischen Union kritisiert. Insbesondere haben US-Gesetzgeber Bedenken hinsichtlich Südkoreas überarbeitetem Information and Communications Network Act und dem vorgeschlagenen Online Platform Act geäußert und argumentiert, dass diese zu Zensur führen oder amerikanische Technologieunternehmen benachteiligen könnten. Analysten sagen, dass die Umsetzung dieser Bedenken in eine formelle Fünfjahresstrategie zeigt, dass die Reaktionen von Regierungen wie Seoul in den künftigen bilateralen Gesprächen größeres Gewicht haben werden.

Leave A Reply