
Foto: YONHAP Nachrichten Die Behörden könnten bald den Vorsitzenden der Private-Equity-Firma MBK Partners und drei weitere leitende Angestellte wegen verdächtiger Verkäufe kurzfristiger Anleihen des in Schwierigkeiten geratenen Einzelhändlers Homeplus festnehmen. Das Seoul Central District Court hat am Dienstag eine Anhörung abgehalten, um Haftbefehle gegen Kim Byung-ju, Vorstandsvorsitzender von MBK Partners, Kim Kwang-il, CEO und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden von Homeplus, Kim Jeong-hwan, Vizepräsident von MBK, und Lee Sung-jin, CFO von Homeplus, zu prüfen. Eine Entscheidung könnte bereits heute Abend fallen. Die Staatsanwaltschaft des Zentralbezirks Seoul reichte am Mittwoch letzter Woche Haftbefehle gegen die vier Führungskräfte ein und wirft ihnen Betrug vor, darunter Verstöße gegen das Kapitalmarktgesetz und das Gesetz zur verschärften Bestrafung bestimmter Wirtschaftsverbrechen. Die Staatsanwälte gehen davon aus, dass sie im Februar letzten Jahres in großem Umfang forderungsbesicherte kurzfristige Anleihen ausgegeben haben, obwohl ihnen bewusst war, dass die Kreditwürdigkeit von Homeplus herabgestuft werden würde. Im selben Monat beantragte das Management die Insolvenz von Homeplus, was zu Verlusten für die Anleger führte. Bei ihren Ermittlungen sagten die Staatsanwälte, sie hätten auch Indizienbeweise dafür gefunden, dass die MBK-Führungskräfte seit Ende 2023 direkt über das Managementdefizit von Homeplus informiert worden seien.