28 Kommentare

  1. MacaronNo5646 on

    Die Neoliberalen sind hinterhältige Vertragsbrecher?

    ![gif](giphy|HS7cuA3F3RvBt9yrg2)

  2. Ich glaub ja nicht, dass das *so* im Koalitionsabkommen drin steht.

    Kann man das wo nachlesen?

  3. Ist der Abschnitt des Koalitionsvertrags einsehbar? Denn dass die Neos dagegen sind verstehe ich – aber warum haben sie es dann unterschrieben? Oder ist das im Vertrag schwammiger formuliert?

  4. Soweit auf Ö1 kommuniziert: 

    Sie sprechen sich gegen eine Verpflichtung zur Arbeit zum Kasse Tarif aus. Statt dessen wollen sie, dass bei Mängel die Kasse den Wahlarzt zahlt.

    Je nachdem, wie es in der Koalitionsvereinbarung formuliert ist, kann das kompatibel sein.

    Halte ich persönlich auch für eine sinnvolle Variante. Bei der von der SPÖ vorgeschlagenen Quotenregelung würde ich mir Sorgen machen, unterschwellig als „unerwünschter Patient“ behandelt zu werden. Außerdem hat der NEOS-Vorschlag den Vorteil, dass er Druck erzeugt, Kassenverträge wieder attraktiv zu machen, während der SPÖ-Vorschlag das Kernproblem erlaubt, sich auf den Status Quo auszuruhen.

    Finanzierbarkeit ist natürlich die andere Frage. Aber wenn Kassenverträge sich von „jeder will da rein“ zu „keiner will das mehr“ entwickeln, muss am Weg über die Jahrzehnte irgendwas schief gelaufen sein und sollte korrigiert werden.

    Andererseits waren die attraktiven Kassenverträge auch Sache der Zeit, als noch großzügig Neuverschuldung gemacht wurde — kann also auch sein, dass die nie haltbar waren. Dann ist wieder der SPÖ-Ansatz besser, auch wenn mit den oben geschriebenen Bedenken.

    Zur Referenz: Habe bisher immer SPÖ gewählt, bis auf einmal Grün in Regionalwahlen. Hier schwanke ich aber wirklich zwischen den zwei Varianten von SPÖ und NEOS.

  5. Clean_Archer8374 on

    Ich finde das positiv. Zwangsarbeit zum billigen Preis ist Kommunismus im negativen Sinn.

    Sollen sie doch mehr Kassenplätze schaffen, und wenn sie diese nicht belegen können, gerne nachdenken, warum das so ist.

    Wenn man sich die Vergütung eines Facharztbesuchs (war so 25€) mal anschaut, wird schnell klar, warum man höchstens 3 Minuten Aufmerksamkeit bekommt, und komplexere Fälle gar nicht ordentlich behandelt werden können.

  6. RevolutionaryElk8101 on

    Dabei ist das eh schon ein Kompromiss. Eigentlich sollte das Konzept „wahlarzt“ gänzlich eingestellt werden.

  7. Gallienus91 on

    Die Forderung der SPÖ ist auch kompletter Schwachsinn. Wenn sie wollen dass mehr slots für Kassenpatienten geschaffen werden, könnten die Krankenkassen einfach mehr slots den Kassenärzten zu Verfügung stellen. Das kommt auf exakt das selbe.

    Nicht immer gleich mit der „Neoliberal“ Attacke kommen. Vorher bisl nachdenken.

  8. Classic_South_5374 on

    Falscher bzw. manipulativer Titel, denn das steht so nicht im Koalitionsabkommen. Das Model der SPÖ würde nämlich Zwang vorsehen.

  9. Tiroler_Manu on

    Neos sprengen wieder mal die Koalitions?

    ![gif](giphy|3kzJvEciJa94SMW3hN)

  10. Damit darf bei jedem anderen Versuch „das steht nicht im Koalitionsvertrag“ als Ausrede zu nutzen, huerauf verwiesen werden.

    Danke, Neos.

    (Bzw dürfte, wenn wir ernsthafte Journalisten hätten)

  11. StillCaterpillar3201 on

    Witzig wie die Neos von vielen hier wieder schlecht geredet werden obwohl sie sich den Artikel wahrscheinlich gar nicht durchgelesen haben

  12. Der Gegenvorschlag ist nicht schlecht. Zumindest gibts einen Vorschlag, auch mal was erfrischend neues… Argumente für beide Varianten gäbe es, prinzipiell eine gute Diskussionsgrundlage.

  13. Die SPÖ hat kein Interesse daran am Gesundheitssystem irgendetwas zu verbessern und versucht ein selten dummes Pflaster drauf zu kleben – hier hab das für dich korrigiert.

  14. ists in Ö eigentlich einfach so möglich, sich zuerst das medizinstudium durch die allgemeinheit bezahlen zu lassen und seine leistungen dann als wahlarzt nur privat zahlenden zur verfügung zu stellen?

  15. chippenpuepp on

    Man kann Wahlärzte nicht zwingen zu Kassenärzten zu werden. Da es derzeit nicht genug Kassenärzte gibt, können Wahlärzte unterstützen. Dazu braucht es eine Vereinbarung die für alle funktioniert.

  16. RocketHighJumping on

    Den gesamte Wahlarzttarif übernehmen wird zu missbrauch führen. Aber ich vermisse in der Diskussion immer dass angeprangert wird dass die Kasse nur 80% des KASSENTARIFS zahlt wenn man einen Wahlarzt aufsucht/aufsuchen muss. Der finanzielle Anreiz um 20% einsparen zu können ist daher möglichst wenig Kassenärzte zu haben. Das muss sich ändern.

  17. Muss ich eh jedesmal Posten bei Debatten dazu: sobald du eine Rechnung legst als Arzt in Jahr, bist du Wahlarzt.

    und: die ÖGK, Wigev und co wollen Teilzeit effektiv verbieten. Super Idee.

  18. georgrenner on

    Unabhängig davon, ob das eine gute Idee ist oder nicht: Die Formulierung im Koalitionsvertrag lautet:

    „Fairer Beitrag der Wahlärztinnen und Wahlärzte für das öffentliche Gesundheitssystem:
    Entwicklung von Einbeziehungsmöglichkeiten von Wahlärztinnen und Wahlärzten, um ihre Versorgungswirksamkeit im Sachleistungssystem zu erhöhen durch attraktive Angebote (z.B. Teilzeitkassenverträge) und eine Verpflichtung, im Notfall in einem gewissen Ausmaß Patientinnen und Patienten zu Kassenkonditionen zu behandeln.“

    ([Regierungsprogramm](https://www.dievolkspartei.at/Download/Regierungsprogramm_2025.pdf), pdf-Seite 111)

    Man kann schon finden, dass Wahlärzte immer zwangsweise einen Teil ihrer Arbeit als Kassenleistung anbieten müssen, wie der derzeitige Vorschlag lautet. Aber dann sollte man halt nicht festschreiben, dass das nur „im Notfall“ gelten soll.

  19. wieso könnma ned machen was die Schweizer machen, bei denen funktionierts doch auch

  20. Ehrlicherweise find ich, dass die öffentliche Krankenkassen überhaupt keine Wahlärzte und -ärztinnen zahlen sollte. Das führt ja mur zu einer ungerechten Zwei-Klassen-Medizin. Ob die Kassenverträge derart schlecht sind, dass es sich nicht lohnt, kann ich nicht beurteilen. Wenn das der Fall ist, sollten sie natürlich verbessert werden. Allerdings sudert die Ärztekammer in einem Maße, dass sie schon Glaubwürdigkeit verlieren.

  21. Select-Purchase-3553 on

    Als erstes sollte man es mal unattraktiver machen, dass Wahlärzte so einfach Spitalsinfrastruktur nutzen können.
    Das hätte auch einen Lenkungseffekt.

  22. Wenn die Bedingungen im Kassensystem für die Ärzte besser wären, hätten wir das Problem nicht. Vielleicht sollte man eher daran arbeiten. Wir haben in Österreich nun mal die freie Berufswahl und das ist gut so.

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