Die SPD hat vorgeschlagen nach einem "Lebensfreibetrag" von etwa 1 Mio Euro die Erbschaftssteuer anzusetzen, und ich finde, das ist ein großartiges Modell auch für Österreich – und ich finde, die Debatte kann man in AT immer und immer wieder führen, bis die Erbschaftssteuer eingeführt ist.

So stell ich mir das Modell für Österreich vor: Durchschnittliche Lebenserwartung mal Mindesteinkommen = 82 Jahre * (derzeit) 1661€ / Monat ~ 1,6 Millionen Freibetrag plus eine Immobilie für den eigenen Wohnbedarf. 50% Steuer für die ersten 16 Millionen und 100% Steuer für alles darüber.

Unternehmen können meinetwegen (quasi) steuerfrei vererbt werden, weil die Dinge laufen ja sowieso "ökonomisch effizient" zu ihrem Selbstzweck, und was die Eltern aufgebaut haben und erfolgreich ist soll ja auch weiterlaufen dürfen. Die Erben aber, die sollen mal zu ordentlichen Leistungsträgern und -innen werden, und das tun sie am besten, wenn sie nicht alles in den Arsch geschoben bekommen.

Erbschaftssteuerideen von DE nach AT importieren
byu/Ernst_Huber inAustria



Von Ernst_Huber

19 Kommentare

  1. The_Mad_Researcher on

    Was meinst du mit 100% Steuer über 16 Mio? also das man nix bekommt ?

  2. Rich_Yogurtcloset202 on

    Reiche werden die nie bezahlen müssen, dann ist das Geld eben in einem Unternehmen, oder einer Stiftung, und wer kein Unternehmen hat oder sich eine Stiftung leisten kann wird bezahlen müssen.

    Ich wäre nur dafür wenn auch die reichen zur Kasse gebeten werden, und wenn es bei Unternehmen % vom Künftigen Gewinn, bzw ein Anteil beim Verkauf sind.

  3. FreeBeer4everyone on

    Da werden die Leute die niemals auch nur ansatzweise 1 Mio € erben werden sehr viel dagegen haben.

  4. LutimoDancer3459 on

    Bin 90, gründe ein Unternehmen. Stecke mein gesamtes vermögen hinein. Vererbe es an kinder. Keine steuern gezahlt…. es gibt bei sowas dann immer schlupflöcher die die reichen ausnutzen werden… ganz oder garnicht

  5. Extension-Yoghurt-31 on

    Ne – das würde aktuell nur das geld von den erben in die taschen der politiker und deren freunde schieben.

    Solang der staat seine ausgaben nicht in den griff bekommt und transparenter darlegt, brauchen wir nicht über neue Steuern reden.

  6. Na klar, schieben wir noch das ganze Kapital der Bürger einem Staat in den Arsch, der jetzt schon mit Rekordsteuereinnahmen nicht wirtschaften kann. Weil’s ja so gerecht wär‘. Und schon haben wir die utopische Gesellschaft. Funktioniert halt nur so lange, bis das Geld dann weg ist. Aber dann kann man ja munter die Freibeträge senken oder auch noch die Unternehmen einkassieren. Wegen der Fairness warads.

    Und damit ja nichts verschleiert werden kann, setzen wir in jedes Unternehmen noch einen roten Politkommissar, der auch schön überwacht, ob eh alles mit linken Dingen zugeht.

  7. ClaireAnlage on

    Ich rate OP sich mit zB Norwegen zu beschäftigen, wo eine überzogene Steuer zum Wegzug der Millionäre geführt hat. Außer Spesen nichts gewesen und die Wirtschaft nachhaltig torpediert.

  8. not-happy-since-2008 on

    50% bzw 100% Steuer sind absolut zuviel.
    Bei 1,6 + 16/2 = 9,6 und alles was über den 9,6 Millionen ist geht an den Staat. Verstehe ich das richtig?
    Ich fände es nur dann sinnvoll wenn man sich den Freien vererbten Betrag und eventuell Sachgüter (zb Haus, Autos etc.) anschaut und den bestreut aber unter 10%. Sonst schafft jeder der bisschen Kohle hat sein Vermögen ins Ausland.

    Edit: Eventuell mit Skalierung nach oben bei höheren beträgen würde auch Sinn machen

  9. xoteonlinux on

    Wenn vererben so asozial ist, warum wollen alle die Erbschaftssteuer erst ab Betrag X?

  10. einnashoernchen on

    Das unsinnige an der Erbschaftssteuer: je mehr man zu vererben hat, umso lohnender sind umgehungskonstruktionen und umso weniger werden die wirklich reichen tatsächlich eine Erbschaftssteuer zahlen. Treffen wirds dann nur den (gehobenen) mittelstand. Und nein, eine Erbschaftssteuer ohne Umgehungsmöglichkeiten gibt es nicht, zur not gehts halt mit dem Vermögen ins ausland.

  11. CertainDeath777 on

    ich bin ja für erbschaftssteuernm sehr stark sogar, aber dein vorschlag ist echt unsinn.

  12. betversegamer on

    Wir müssen wirklich nicht jeden Schwachsinn aus DE hierher schleppen.

    Schön gar nicht von der SPD lol

  13. d645b773b320997e1540 on

    Dieser „Lebensfreibetrag“ war, wenn auch nicht mit dem Namen, im von der SPÖ vorgeschlagenen Konzept schon von Anfang an vorgesehen, ebenfalls mit 1 Mio, und das Eigenheim ist auch ausgenommen.

    > 50% Steuer für die ersten 16 Millionen und 100% Steuer für alles darüber.

    Lol und dann bist aufgwacht und das Nachtkastl war schwanger.

  14. Classic_South_5374 on

    Eine echte rückwirkende Besteuerung ist verfassungsrechtlich hoch problematisch, weil sie gegen zentrale Grundprinzipien des Rechtsstaats verstößt. Das vorgestellte Modell mit Lebensfreibetrag wäre verfassungsrechtlich zumindest sehr bedenklich und es würde sicher dagegen geklagt werden.

  15. austrian_expat on

    >1,6 Millionen Freibetrag plus eine Immobilie für den eigenen Wohnbedarf

    Warum sollten Immobilien anders behandelt werden, besonders wenn es sowieso einen Freibetrag gibt? Derjenige der eine Villa hat wird belohnt, derjenige der ETFs anspart wird bestraft?

    >100% Steuer für alles darüber.

    Die Personen die da drunter fallen würden sind in der Regel dank dem Vermögen sehr mobil und werden dann einfach rechtzeitig wegziehen, so dass Österreich gar nichts bekommt (ausser der Exit-Tax auf unrealisierte Gewinne).

  16. Ich empfinde eine Vermögenssteuer (vgl CH) sinnvoller als eine Erbschaftssteuer

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