War letztens im Kino und hab den neuen Avatar Film gesehen. Dabei ist mir etwas aufgefallen, das ich vorher so noch nie bewusst hatte. Ich hatte ein richtig komisches Gefühl bei den Szenen, in denen Tiere geritten, benutzt oder geopfert werden. Mir ist natürlich klar, dass das alles animiert ist, Fantasy, keine echten Tiere, bla. Aber trotzdem ist es mir aufgefallen.

Gerade bei Avatar ist es auch ironisch, weil der Film ja extrem stark auf Naturverbundenheit, Respekt vor allem Leben und die Beziehung zwischen den Na’vi und ihrer Umwelt setzt. Und gleichzeitig basiert ein großer Teil ihres Lebensstils darauf, Tiere als Transportmittel, Werkzeuge oder im Krieg zu nutzen.

Mich würde interessieren ob es auch anderen so geht. Habt ihr durch Veganismus angefangen, Filme, Serien oder Games anders wahrzunehmen, gerade was Tierdarstellung angeht?

Von Lenn_4rt

13 Kommentare

  1. Ja geht mir auch so.

    Ich fands irgendwie lustig, dass der eine Biologe da Skrupel hat so viele Taicune(?) auf einmal zu töten, weil das bei Schweinen, Kühen und co ja absoluter Standard ist.

  2. Ralf_Steglenzer on

    Ich finde es vor allem sehr schade, dass die tiefe Achtung und der Respekt gegenüber den Tieren aus dem Ersten Film etwas verloren gegangen ist bzw. wie ich vermute der vermeintlichen Massentauglichkeit geopfert wurde. Ich fand den Umgang im ersten Teil damit sehr gut. Die im Film dargestellte Situation ist ja auch eine andere und die Na’vi werden nicht vollständig auf tierische Produkte verzichten können aber der tiefe Respekt gegenüber den anderen Lebewesen und das Bestreben jedes unnütze leid zu verhindern fand ich sehr beeindruckend.

  3. DragonfruitFew6404 on

    Absolut! Ich habe Avatar nicht gesehen, aber genau das, was du beschreibst, würde den ganzen Film für mich sinn-/seelenlos machen. Sympathische Protagonisten, die liebevoll ihre gequälten, dahinvegetierenden Goldfische im Goldfischglas begrüßen -> Film wird abgebrochen. Ich finde es unerträglich.

  4. readingstegosaurus on

    Ja aber auch in büchern vor allem in so Fantasy reihen, wenn dann Drachen durch uralte Drachen Magie ihren Reiter aussuchen und dann so mit dem verbunden sind das sie sterben wenn der Reiter stirbt. Allein dass das Konzept eines Drachen Reiters besteht das nicht auf gegenseitigem Mehrnutzen beruht ist komisch. Wieso sollte ein so mächtiges Wesen einen Menschen für sinnlose Menschen kriege irgendwohin hinfliegen?

  5. AstronomicalDeath on

    Ich finde dieser Film verdeutlicht umso mehr, was passiert, wenn wir uns immer weiter bekriegen, Konflikte schaffen und uns immer mehr der Natur entfremden.

    Würden wir die Natur schätzen und wie die Na’vi leben, dann würden wir heute kaum über die Massenausbeutung von Mensch und Tier sprechen müssen.
    Man würde das nehmen, was man zum Überleben braucht. Nicht mehr. Nicht weniger.

  6. cowsinmybasement on

    ja sehe ich absolut auch so. vor allem bei avatar, fand ich es sehr ironisch, dass im ersten film gezeigt wird, dass sie sowas wie ein gebet oder danksagung aufsagen, nachdem sie ein tier auf der jagt töten, wenn ich mich rechte entsinne. da kann mans auch gleich lassen. vor allem auch im neuesten film fand ich es komisch, dass den tiergefährten, die im krieg gestorben sind nicht hinterher getrauert wird oder zumindest irgendein zeichen davon, dass die charaktere das verletzt, dabei haben sie doch so eine tiefe bindung zu den lebewesen.
    ich finde die naturverbundenheit der navii erfrischend, aber die verbundenheit zu den tieren ist in diesem kontext nicht ganz so gut durchdacht bzw. dargestellt.

  7. CastWhileStoned on

    Bin kein Veganer, aber Avatar 2/3 sind praktisch gegen euch. Die „Wale“ heißen Tulkun und werden als kulturschaffende Spezies betrachtet, die Aussage ist nicht „Tulkunjagd ist falsch weil sie Lebewesen sind“, die Aussage ist „Tulkunjagd ist falsch, weil sie zwar aussehen wie Wale, Menschen aber kulturell überlegen sind“. Als Veganer wäre ich über die Filme vermutlich pissed.

  8. ExpensiveLlama089 on

    Ging mir genauso!
    Avatar-Spoiler: vor allem als die fliegenden Schiffe gefallen sind und man den Zugtieren die Angst richtig angesehen habe, das fand ich ganz schlimm!

    Auch wenn Leute in meinem Umfeld „lustige“ Tiervideos anschauen, erkläre ich ihnen, dass Tiere das normalerweise nicht freiwillig machen. Also mir geht es immer so, egal ob echte Tiere oder CGI.

  9. Due-Future9025 on

    Meine Kumpels wollten damals als Monster Hunter raus kam unbedingt dieses Spiel mit mir spielen, aber ich konnte das einfach nicht. Da hab ich für mich sehr deutlich gemerkt wie tief der Veganismus in mir verankert ist. 😅

  10. HoldZealousideal2645 on

    Nervt mich immer mehr. Es gibt so wenig highfantasy wo der veganismus oder Rechte der Tiere eine Rolle spielt meist sagt der Mensch wo es lang geht das find ich so uninspirierend

  11. Der erste Teil hat damals wirklich stark angefangen als Sully von Neytiri dafür kritisiert wurde, dass er die Tiere, die ihn umkreist haben, getötet hat.

    Als sie dann allerdings selbst gejagt haben, geritten sind, etc. hat sich schnell die Doppelmoral aus der Realität abgezeichnet.

    Wirklich schade, dass diese Naturverbundenheit dann auch in den nächsten Teilen weiter verloren gegangen ist. Und das obwohl James Cameron (der Regisseur) wohl selbst vegan lebt.

  12. Plenty_Occasion_5194 on

    Es ist vor allem auch inkonsistent in Avatar, das ist mir beim aktuellen Teil wirklich wahnsinnig aufgestoßen.
    Selbst wenn man mit der Prämisse mitgeht, dass die Navi sehr naturverbunden sind und Tiere aus der Natur nur mit hoher Achtung entnehmen – warum sind dann einige Reittiere emotionale Stützen und Verbündete, während andere am laufenden Band wegsterben, ohne auch nur eine Bemerkung darüber zu verlieren?
    Der Sohn hat einen hohen Verschleiß an genau den Reittieren, die mit seinen Eltern emotionale Verbundenheit angehen. Das passt hinten und vorne nicht.
    Und die Zugtiere der fliegenden Händler werden einfach in ihrem Kampf ignoriert, da wird nicht mal die Chance gewährt sich zu befreien?
    Der Teil hat viel von dieser Naturverbundenheit verloren, die in Teil 1 noch zu beobachten war.

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