








Ich lebe nun schon ein Jahr mit Garten, bin aber aufgrund allgemeiner Überforderung immer noch nicht ins Handeln gekommen. Fürs Frühjahr 2026 würde ich mein Vorderbeet gerne angehen.
ZIEL: gepflegtes Aussehen mit so wenig Arbeit wie möglich, ohne Schottergarten-Tod.
STATUS QUO: Links neben dem Kellerzugang gibt es viel Maiglöckchen und kriechendes Fingerkraut, Gräser, eine Handvoll Zwiebelblumen. Mittig eine Hortensie. Rechts beim Ahornbaum wachsen wild durcheinander u.a. Lilien, eine Rose usw. (siehe Detailsicht Juni).
PLAN: Im Winter alles Kraut im Bereich links händisch abpflügen, um das Kriechende Fingerkraut loszuwerden. Den Bereich links inkl. der Hortensie mit Rindenmulch bedecken. Ggf. mit einer Reihe Steinen aus dem Baumarkt abgrenzen zum rechten Bereich. Die Maiglöckchen bekommen den größten Teil, in Richtung Straße. In Richtung Haus möchte ich versuchen, entweder heimische Bodendecker zu pflanzen und/oder mehr Zwiebelblumen.
Wie würdet ihr das machen? Ist Rindenmulch wirklich diese "Zauberwaffe", die das Fingerkraut verdrängt, aber jedoch die Maiglöckchen auf magische Weise durchlässt?
Könnt ihr mir heimische, insektenfreundliche Bodendecker empfehlen? Morgensonne, ansonsten Schatten. Maiglöckchen mögen es leicht sauer – neutral, Fingerkraut mag es leicht sauer bis leicht alkalisch – also ist mein Boden im neutralen Bereich?
Bin für jeden Input dankbar!
Von SupermarketTypical18
4 Kommentare
Storchschnabel ist ein guter Bodendecker und total pflegeleicht, aber viele stören sich am relativ starken Eigengeruch (und nennen den daher auch Stinkeschnabel). Gibt es in vielen Farben und blüht sehr ausdauernd.
Ich find die Bilder richtig geil! Würde mich sehr freuen, wenn ich so einen wilden Garten im Sommer entdecken würde.. 😉
Sieht doch super aus!
Klar, noch ein paar Wildblumen mehr, vielleicht noch ein paar Frühlings- und Herbstblüher, ansonsten so lassen.
Scheint auch ein schwerer (Lehm?) und/oder verdichteter Boden zu sein, da wirds schwierig was pflegeleichtes zum wachsen zu bringen.
Das mit dem Schatten macht es ein bisschen schwierig. Insgesamt ist in der Fläche ja quasi Null Struktur und Gestaltung mehr drin. Entweder du wirfst mal alles raus, bereitest die Fläche neu vor und bepflanzt sie passend nach deinem Geschmack. Bei Stauden entsprechend die passenden Lebensbereiche auswählen, also Gehölzrand oder was ähnliches, wo Schatten akzeptabel ist. Möglicherweise könnte Anemone, Aruncus dioicus oder Catex pendula und Hosta in Frage kommen, die ersten drei sind auch hoch und machen die Fläche gut dicht, so dass niedriges Zeug wie die Potentilla unterdrückt werden, wobei ich die auch gar nicht so schlimm finde. Vorsicht, Carex pendula verbreitet sich auch sehr stark und kann ggf übergriffig sein…. Die im Hintergrund sichtbaren Hemerocallis sind auch nicht verkehrt.
Staffelung und Kombination verschiedener Höhen und Größen gibt Struktur, damit es nicht so platt aussieht. Das kann man natürlich mit Sträuchern ergänzen, vielleicht Berberitze rot und grün, Johannisbeeren oder großen Hortensien (da gibt es tolle Sachen insbesondere im Bereich der Rispenhortensien).
Bei einem sonnigen Standort wäre es einfacher, einige Pflanzen oder Samen initial rein zu setzen oder zu säen , die sich stärker und schneller verbreiten, zB Origanum vulgare oder so. Das würde noch weniger Aufwand bedeuten. Ich persönlich bin ja auch faul und hätte keine Lust mehr, das alles komplett neu anzulegen. Ob diese Alternative aber auch in deinem Fall funktioniert, weiß ich grad nicht so recht… Ne Ansaat im Schatten ist jedenfalls meistens nicht der große Bringer.
Von Rindenmulch halte ich persönlich nicht viel, weil oft das Verhältnis zwischen Pflanzen und Mulch verkehrt herum ist, ich will ne Pflanzfläche und keine Mulchfläche. Für funktionale große Pflanzungen mit bodendeckenden Sträuchern zu Anfang okay, aber im Hausgarten würde ich mich eher drauf konzentrieren möglichst früh eine geschlossene Pflanzung zu etablieren, was der Mulch eher verhindert als fördert.
Die Maiglöckchen werden sich voraussichtlich nicht an dem Mulch stören, genau so wenig wie Potentilla.
Pass auf, dass sich die Ausläufer von dem Cornus alba, die im Bild von Juni sichtbar sind, nicht weiter ausbreiten.
Schau zu dass du die Maiglöckchen los wirst – die Dinger sind echt die Hölle. Habe deswegen ca 10qm auf nen halben Meter ausgegraben und gesiebt um die alle los zu werden.
Ansonsten, schaut doch ganz schick aus. Zwei- oder dreimal im Jahr mit einer Sense stutzen und gut ist.
Frohes garteln noch!