
Foto: YONHAP Nachrichtensprecher: Südkoreas militärisches Spionageabwehrkommando wird nach seiner umstrittenen Beteiligung am gescheiterten Kriegsrechtsantrag des gestürzten Präsidenten Yoon Suk Yeol aufgelöst. Ein beratender Ausschuss, der zur Reform des Kommandos eingesetzt wurde, sagte am Donnerstag, dass er die Auflösung der mächtigen 49-jährigen Organisation empfiehlt, die in der Nacht des 3. Dezember 2024 Truppen zur Nationalversammlung entsandte. Eileen Cahill berichtet. Bericht: Das Defence Counterintelligence Command ist eine der Militäreinheiten, die in der Nacht des Kriegsrechts Truppen zur Nationalversammlung und zur Nationalen Wahlkommission entsandt haben. Ihr ehemaliger Kommandant steht derzeit vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wird, er habe Teams gebildet, um Politiker zu verhaften, als das Kriegsrecht in Kraft war. Das Verteidigungsministerium wird diese umstrittene Spionageabwehreinheit auflösen und ihre Spionage-, Sicherheits- und Ermittlungsaufgaben an andere Organisationen delegieren. Dies geschah, als der gemeinsame zivil-, regierungs- und militärische Beratungsausschuss des Ministeriums am Donnerstag seine Schlussfolgerung bekannt gab, dass die mächtige 49 Jahre alte Anti-Spionage-Militäreinheit aufgelöst werden muss. Das Gremium empfahl, dass eine neue Behörde mit dem vorläufigen Namen „Defense Security Intelligence Service“ ihre Anti-Spionage- und Cybersicherheitsfunktionen sowie ihre Geheimdienstaktivitäten in den Bereichen Verteidigungsindustrie und Terrorismusbekämpfung übernehmen soll. Vorrang würde der Prüfung eines Plans zur Ernennung eines Zivilisten zum Leiter der neuen Agentur eingeräumt. Die Sicherheitsinspektionsfunktion würde auf eine andere neue Organisation übertragen, die vorläufig als zentrales Sicherheitsinspektionsteam bezeichnet wird, um zentrale Sicherheitsinspektionen durchzuführen und allgemeine Überprüfungsunterstützung anzubieten. Die drei Behörden, die die neuen Aufgaben übernehmen, würden ein Beratungsgremium für Sicherheitsuntersuchungen bilden und ihre Arbeit koordinieren. Funktionen wie das Sammeln von Personalinformationen würden abgeschafft, um zu verhindern, dass eine Organisation innerhalb des Militärs die absolute Macht ausübt. Das Ministerium plant, auf der Grundlage der Empfehlungen einen detaillierten Umstrukturierungsplan zu erstellen und Schritte zu gesetzgeberischen und systematischen Änderungen einzuleiten. Eileen Cahill, KBS World Radio News.