


Habe versucht den Thorner Pfefferkuchen nach diesem Rezept aus dem Jahr 1904 zu backen.
Was dabei rausgekommen ist, ist ein total klebriger Teig der sehr fest ist. Quasi nur eingedickter Honig mit Mandelklunkern drin. Hat jemand Erfahrung und kann mir sagen, ob das so gewollt ist, bzw was ich falsch gemacht habe? Mich verwirrt die Zeile "der Teig darf nur locker sein" sowie "Mehl wird daruntergeworfen"…
Hilfe?!
Von Dangerous-Trust-9424
6 Kommentare
Ich schätze die Zeile mit dem Mehl soll heißen, dass man Mehl dazugibt (vlt sowas wie unterheben). Hast du denn Mehl drin?
Hast Du schon mehrere Tage gewartet? Das Rezept kenne ich gerade nicht, aber bei entsprechenden Experimenten ist der Teig bei mir fast immer nach ein paar Tagen gut gewesen. Auf bemehlter Fläche nochmal kurz kneten und ausrollen geht.
(Fast immer = Soweit ich nicht die Nerven weggeworfen und mehr Mehl untergemischt habe. Geht auch. Halt behutsam, immer nur teelöffelweise zugegeben.)
„Mehl wird daruntergeworfen“ – Würde ich als „unterheben“ werten, behutsam, wie bei Eischnee.
Mein Rezept, das einigermaßen ähnlich ist, startet mit 250 g Honig, 250 g Zucker und dazu später 500g Mehl, also ins Verhältnis gesetzt die doppelte Menge.
Da steht nicht „wirft“ beim Mehl, sondern „wirkt“. Vergleiche das mal mit den anderen ks und fs im Text. Ich würde das als „unterkneten“ interpretieren.
Mich verwirrt viel mehr, dass in dem Rezept ganze Mandeln für den Teig genommen werden, und dass sonst gar kein Fett hineinkommt.
Ist das Rezept aus dem Kochbuch von Mathilde Erhardt? Grosses Illustriertes Kochbuch?
Hab gerade mal in meinem geblättert und ja, da fehlt nix. Decks mal ab, Folie oder Tuch und stells kühl für ein paar Tage. Falls du die Schüssel in den Kühlschrank packst dann unbedingt Folie drauf.
Laut [hier](https://www.chefkoch.de/forum/2,36,538452/Omas-Lebkuchenteig-jetzt-ansetzen-im-Dezember-backen-Teil-4.html) (erster Post) dauerts tatsächlich ein paar Tage bis Pottasche seine volle Wirkung entfaltet. Also lass den Teig mal bis Mittwoch ruhen und schau ob er dann schon lockerer geworden ist.
Ich backe auch jedes Jahr Pfefferkuchen nach Familienrezept (der aus Thorn stammenden Familie).
Bei meinem kommen keine Mandeln rein, sonst ist es ähnlich.
Der Teig muss wirklich lange ruhen und bleibt auch sehr fest.
Ist richtig anstrengend, den zum weiter verarbeiten durchzukneten, aber er wird dann geschmeidig.