
Hallo Freunde,
Ich teile etwas sehr Persönliches mit Ihnen. Ich poste ein Foto von mir, wie ich auf dem Weg in den Kosovo zum ersten Mal in das C-130-Flugzeug steige. Es war 1999 – und es war das erste Mal, dass ich ein Kriegsgebiet betrat.
Damals war ich ein kleiner albanischer Junge, 20 Jahre alt, ein Einwanderer nach Amerika, der versuchte, mit Schule und Arbeit zurechtzukommen. Als der Krieg begann und ich die Bilder ethnischer Säuberungen und der massenhaften Flucht der Albaner aus ihrer Heimat sah, berührte mich das sehr. Ich beschloss, etwas zu tun: Ich brach die Schule ab, kündigte meinen Job und trat der US-Armee mit einem Wunsch bei – in den Kosovo geschickt zu werden.
Nach etwa achtmonatiger Ausbildung landete ich im Juni 1999 in Pristina. Da wurde mir klar, dass ich mich nicht mehr in der Trainingszone befand – das war echter Krieg. Die russischen Streitkräfte befanden sich immer noch in der Nähe des Flughafens und beobachteten uns aus der Ferne wie räuberische Engel. Voller Wut und Hass.
Auf dem Weg vom Flughafen zum Stützpunkt sah ich die Zerstörung, roch den Krieg und die Gefühle waren stark. Es war der Moment, der mich endgültig veränderte. Beim ersten Einsatz, dem 1. Einsatz, habe ich mit der Spionageabwehr zusammengearbeitet und dabei geholfen, die Opfer auf den Massenfriedhöfen zu identifizieren. Ich habe oft mit den Angehörigen gesprochen, die nach ihren Liebsten suchten, die uns bei der Identifizierung der Familienmitglieder geholfen haben. Und viele weitere Details. Diese Tage haben bei mir Spuren hinterlassen, die ich noch heute in mir trage. Es war emotional schwierig, aber es bestärkte meinen Wunsch, für mein Volk alles zu tun, was ich konnte.
Ich kehrte noch viermal in den Kosovo zurück. Um das Jahr 2001 herum waren die Veränderungen sichtbar, und im Jahr 2002 hatte man das Gefühl, dass sich das Leben langsam wieder normalisierte.
Der Krieg hat unser Land verlassen, aber nicht aus meiner Erinnerung. Wie ein Feuer, das erloschen zu sein scheint, aber unter der Gnade seine Wärme behält – so bleibt es in meiner Seele.
Es ist ein Teil der Geschichte, dass ich selbst gelebt habe. Ich wollte es nur mit Ihnen teilen. Vielleicht gehe ich eines Tages noch einmal zurück – nur um zu sehen, wie weit wir gekommen sind.
Danke, dass du es gelesen hast.
https://i.redd.it/f8yzpyvbzf2g1.jpeg
Von Bot-Slayer1901
4 Kommentare
Bot a…
A ke emer mbiemer foto nga afer a dicka identifikuse qe ta dim a te lavderojme e t japim meritat nese esht e vertet apo t fusim naj t shame nga ropt per mashtrus ?
Faleminderit për krejt përkushtimin që ke dhanë për neve… jemi shumë mirënjohës
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