2 Besatzungsmitglieder einer auf Grund liegenden Passagierfähre in Nothaft genommen

Foto: YONHAP News Behörden, die das Auflaufen der Passagierfähre in den Gewässern vor der Südwestküste Südkoreas untersuchen, haben den Ersten Offizier und den Steuermann des Schiffes in Nothaft genommen. Die Küstenwache von Mokpo teilte am Donnerstag mit, dass der Erste Offizier und der Steuermann, ein indonesischer Staatsbürger, wegen des Verdachts der Verletzung grober Fahrlässigkeit in Gewahrsam genommen wurden. Die Ermittler fanden heraus, dass der Erste Offizier das Schiff, die Queen Jenuvia II, während eines Abschnitts der Route, der eine manuelle Navigation durch einen schmalen Kanal erforderte, auf Autopilot verließ, während er auf seinem Mobiltelefon nach Nachrichten suchte. Infolgedessen verpasste das Schiff eine wichtige Kursänderung und lief am späten Mittwoch auf einer felsigen, unbewohnten Insel in der Nähe der Insel Jangsan im Kreis Sinan auf Grund. Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Fähre mit 22 Knoten oder etwa 40,7 Stundenkilometern unterwegs und hatte nicht die für das Manövrieren des Kanals erforderliche Geschwindigkeitsreduzierung vorgenommen. Nach Angaben der Küstenwache sagte der Erste Offizier in seiner ersten Aussage, dass das Lenkrad nicht richtig funktionierte, gab jedoch später gegenüber den Ermittlern zu, dass er es versäumt hatte, den Kurs der Fähre rechtzeitig zu ändern, weil er Nachrichten auf seinem Telefon betrachtete. Die Küstenwache sagte, dass sie zwar erwäge, die beiden Verdächtigen offiziell festzunehmen, den Fall jedoch weiter untersuchen werde, einschließlich der Durchführung von Inspektionen des auf Grund liegenden Schiffes und der Hinzuziehung eines Dolmetschers, um das in den Vorfall verwickelte ausländische Besatzungsmitglied ordnungsgemäß zu befragen. Gegen den Fährkapitän, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls nicht im Steuerraum und außer Dienst befand, wird ebenfalls ermittelt. Die Queen Jenuvia II mit 246 Passagieren und 21 Besatzungsmitgliedern war auf dem Weg nach Mokpo, als am Mittwoch um 20:16 Uhr fast die Hälfte ihres Rumpfes auf Felsen auflief. Dreißig Menschen, die beim Aufprall des Schiffes verletzt wurden, wurden später in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es wurden keine ernsthaften Verletzungen gemeldet.

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